Gefährliches Warten auf den Bus soll bald ein Ende haben

Die Gemeinde Wechselburg will Wartehäuschen aufstellen. Sie sollen Kindern mehr Sicherheit und Schutz vor dem Wetter bieten. Die kritische Situation am Rathaus soll noch dieses Jahr entschärft werden.

Wechselburg.

Jeden Morgen können die Wechselburger Verwaltungsmitarbeiter an Wochentagen dasselbe Geschehen beobachten: Kinder sammeln sich an der Haltestelle gegenüber dem Rathaus, um mit dem Schulbus nach Rochlitz zu fahren. "Das ist dann eine ganze Traube, so um die 20 Schüler, die nicht nur bei Regen klitschnass werden, sondern auch gefährlich nahe an der Straße warten", sagt Bürgermeisterin Renate Naumann (CDU). Auch anderswo seien die Bushaltestellen entweder unüberdacht oder die Häuschen ausgesprochen marode. Die Gemeinde will deshalb handeln und sieben neue Buswartehäuschen aufbauen.

Konkret sollen sie an der B 107 in Zschoppelshain, am Markt in Wechselburg, am Parkplatz in Altzschillen, am Teich in Mutzscheroda sowie in den Ortsteilen Göhren, Nöbeln und Seitenhain errichtet werden. Über das Förderprogramm "Vitale Ortskerne" will Naumann dafür 35.000 Euro Zuschuss beantragen. Auch wenn die Förderkriterien für 2020 noch unbekannt sind und deshalb unklar ist, ob es Mittel für den Bau von Buswartehäuschen gibt, soll laut Naumann ein Förderantrag umgehend erarbeitet werden. "Dass wir ihn bei Bedarf sofort aus der Schublade ziehen können und so nichts verpassen", sagt sie.

Davon unabhängig soll die gefährliche Situation am Rathaus noch dieses Jahr entschärft werden. 6000 Euro sind für einen Wetterschutz an der Haltestelle auf der Straßenseite des Rathauses im Etat 2019 vorgesehen. Das wäre jedoch die falsche Stelle, war man sich in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates einig. Der Schutz vor Wind, Wetter und rücksichtslosen Autofahrern müsse auf die andere Seite, auf der die Kinder morgens auf den Bus warten. Denn nachmittags, so die Begründung, seien sie schnell im Hort, ins nahe Zuhause gelaufen oder würden abgeholt. So soll jetzt knapp 100 Meter versetzt zur jetzigen Haltestelle ein Buswartehäuschen nahe der Luthereiche aufgebaut werden, etwas von der Straße weggerückt.

Ein Angebotsvergleich hat laut Bauamtsleiter Gerd Welker ergeben, dass für Lieferung und Montage der Haushaltsansatz von 6000 Euro ausreichend ist. Für die Herstellung der Fundamente und der Aufstellfläche erklärte sich spontan Gemeinderat Daniel Bergert (CDU), der Geschäftsführer einer örtlichen Firma ist, bereit.

Die Lieferzeit für ein Buswartehäuschen betrage zwischen zehn und 16 Wochen, so Bauamtsleiter Welker. Wenn der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am 8. Oktober einen entsprechenden Beschluss fasse, sei die Umsetzung noch dieses Jahr möglich.

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