Gelage unter Peniger Trinkern eskaliert

Bei einem Streit soll eine Eisenstange durch die Luft geflogen sein

Döbeln/Penig.

Weshalb sich die Männer am 28. Dezember vorigen Jahres in einer Peniger Wohnung genau gestritten hatten, konnte am Donnerstag am Döbelner Amtsgericht nicht abschließend geklärt werden. Viele Fragen blieben am Ende des ersten Verhandlungstages unbeantwortet.

In dem Mehrfamilienhaus hatten damals mehrere Menschen gefeiert, wie viele genau, lässt sich heute nicht mehr sagen. Fest steht aber, zum Schluss flog eine fast einen Meter lange Eisenstange durch die Luft und verletzte einen der Anwesenden schwer am Knie. Nun muss sich ein 45-jähriger Rochlitzer wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Was an dem Abend passierte, weiß der Angeklagte nicht mehr, wie er vor Gericht beteuerte. Er habe das Weihnachtsfest in der Wohnung verbracht und sei mit der Mieterin lediglich befreundet. "Aber ihrem Ex-Freund hat es nicht gepasst, dass ich da war", sagt der Angeklagte. An jenem Abend habe ihn der Ex-Partner der Mieterin gemeinsam mit mehreren Freunden mehrmals aufgefordert, die Küche zu verlassen. Der Angeklagte wollte seinen Rucksack von dort holen, aber man habe ihn nicht gelassen. Mit einer Eisenstange in der Hand soll er in die Küche gegangen sein. "Ich dachte, wenn ich etwas in der Hand habe, lässt man mich in Ruhe", so der Beschuldigte. Er erinnere sich aber nicht, mit der Stange zugeschlagen zu haben, wie er sagt.

Ein 19-jähriger Zeuge, der zu dem Zeitpunkt ebenfalls in der Küche war, habe nicht gesehen, dass der Angeklagte die Stange hob. "Sie flog plötzlich durch die Luft, dicht an meinem Kopf vorbei." Die Stange habe den Ex-Partner der Mieterin wahrscheinlich beim Herunterfallen verletzt. Im Anschluss sei es zu einer Prügelei zwischen Geschädigtem und Beschuldigtem gekommen.

Die hinzugerufene Polizei konnte zur Aufklärung nur geringfügig beitragen. Die Männer seien alkoholisiert gewesen. Auch die Schwere der Verletzungen des Geschädigten konnte nicht festgestellt werden, er lehnte eine medizinische Behandlung vor Ort ab. Drei weitere Zeugen sind zum Verhandlungstermin am Donnerstag nicht erschienen. Die Sitzung wird daher auf den kommenden Mittwoch fortgesetzt. (cbo)

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