Geringswalde erhöht Elternbeiträge

Steigende Betriebskosten zwingen die Kommune zu diesem Schritt. Das stößt nicht bei Jedem auf Verständnis.

Geringswalde.

Die Betreuung von Kindern in der Geringswalder Kita "Pfiffikusland" und der Einrichtung "Regenbogen" in Neuwallwitz wird ab 1. September teilweise teurer. Das beschlossen die Stadträte in ihrer Sitzung am Dienstagabend mehrheitlich. Lassen beispielsweise Eltern ihr Kind neun Stunden in der Krippe betreuen, fallen statt 190 in Zukunft 195 Euro an. Der Beitrag für einen Kindergartenplatz erhöht sich von 120 Euro auf 125 Euro.

Günstiger hingegen fällt eine Betreuung über sechs Stunden im Hort aus, die von 68 Euro auf 65 Euro sinkt.

Der Beschluss, die Entgelte anzuheben, kam unter etlichen Gästen der Sitzung keineswegs gut an. So äußerte etwa Frank Wagenbichler Unverständnis mit Sicht auf die Gebührenerhöhung. Seien doch von der Geringswalder Kindereinrichtung "Pfiffikusland" nicht verbrauchte Mittel in den städtischen Haushalt zurückgeflossen.

Dabei habe es sich um Vorschusszahlungen der Kommune an den Träger der Kita, des Vereins Lebenshilfe, gehandelt, erläuterte Klaus Uhlemann, Sachgebietsleiter allgemeine Verwaltung. Da dürfe man nichts vermischen.

"Worüber wir heute reden, sind die tatsächlichen angefallenen Betriebskosten der Einrichtung aus dem Vorjahr, die zugrunde gelegt werden. Die Rückzahlung hingegen resultiert aus den Planzahlen des Jahres 2017. So basieren die jetzt noch zu entrichtenden Elternbeiträge hingegen auf der Betriebskostenabrechnung aus dem Jahr 2016."

Ohne diese Rückzahlung wäre die Erhöhung der Gebühren für Krippe und Kindergarten noch höher ausgefallen, unterstrich Bürgermeister Thomas Arnold (parteilos).

Susan Dathe, die unter den Zuhörern weilte, hielt die Erhöhung für kein probates Mittel, junge Leute in die Stadt zu ziehen. "Sicherlich ist das nicht angenehm. Wir liegen allerdings mit unseren Gebühren nicht an der Spitze hier in der Region", konterte Arnold. Zudem habe man als Kommune keinerlei Einfluss darauf, wie sich die Löhne beim Kita-Personal entwickelten. Und das von Dathe genannte Beispiel, dass etwa Erlau weniger verlange, hinke aus seiner Sicht. "Erlau betreibt unter anderem kein Stadtbad", hielt Arnold fest.

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