Geschäft bei Flender auf Niveau des Vorjahres

Fusion von Siemens und Alstom hätte Auswirkung auf Standort Penig

Penig.

Am Peniger Siemens-Standort stehen die Signale auf Weiterfahrt. Nachdem der Konzern im vorigen Jahr begonnen hat, sein Geschäft mit mechanischen Antrieben neu zu strukturieren, hatte es auch am Standort Penig Veränderungen gegeben. Die im Geschäftsfeld Industriegetriebe tätige Flender GmbH - der Siemens-Konzern hatte das Unternehmen 2005 gekauft - ist seit Frühjahr 2018 zwar noch unter dem Dach von Siemens, jedoch wieder eigenständig unterwegs. "Sowohl beim Geschäft als auch im Bezug auf die Mitarbeiterzahl bewegen wir uns auf Vorjahresniveau", sagte am Donnerstag Siemens-Konzernsprecherin Elke Fuchs der "Freien Presse".

Von einigen Großaufträgen, die die Siemens Mobility GmbH sowohl im Heimatmarkt als auch international verbuchen konnte, partizipiere auch die Siemens Traction Gears GmbH in Penig, erklärte sie. Ein Beispiel aus dem deutschen Markt sei ein Großauftrag vom Rhein-Ruhr-Express. Die rund 130 Peniger Beschäftigten der Bahngetriebe-Fertigung waren 2018 von der Umstrukturierung im Konzern betroffen und arbeiten seither in der neuen Firma Siemens Traction Gears. Insgesamt sind laut Fuchs am Standort Penig rund 620 Mitarbeiter und rund 40 Auszubildende beschäftigt.

Wie angekündigt, sollen die rund 130 Mitarbeiter der Firma Siemens Traction Gears in die geplante Fusion des Siemens-Bahntechnikgeschäfts mit dem französischen Konzern Alstom eingebunden werden. Doch dass dieses Vorhaben auf der Kippe steht, wurde erneut in dieser Woche deutlich, als Siemens-Konzernchef Joe Kaeser zur Hauptversammlung Rede und Antwort stand. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager steht dem geplanten Zusammengehen von Siemens und Alstom skeptisch gegenüber, weil sie um die Wettbewerbsfähigkeit des EU-Binnenmarkts fürchtet. Die Politik macht daher Druck und fordert eine Änderung des EU-Wettbewerbsrechts. Denn die Regierungen fürchten um die europäische Wirtschaft angesichts staatsgelenkter Konzerne aus China wie der weltgrößte Zughersteller CRRC, die zunehmend global agieren. (mit dpa)

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