Im 15 km-Radius: Touren ab der Haustür

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Frisch und luftig: Im Lockdown ist zwar gerade der Bewegungs- radius begrenzt, dennoch gibt es viele Wege an die frische Luft. "Freie Presse" gibt Tipps - und Leser können ihre persönlichen Lieblingsrunden schildern.

Rochlitz.

An die frische Luft lautet aktuell das Motto. Zur Anregung stellt die "Freie Presse" fünf Touren vor, die man im 15-Kilometer-Umkreis von Rochlitz machen kann. Sicher, nicht jeder wohnt in Rochlitz, und die 15 Kilometer gelten jeweils nur von der eigenen Haustür aus. Ihren individuellen 15-Kilometer-Umkreis können Sie sich aber unter diesem Link anzeigen lassen:

www.freiepresse.de/15km

1 Nördlich von Geringswalde: Vom Markt in Geringswalde geht es auf die Schillerhöhe hinauf zum König-Friedrich-August-Turm, der bereits ebenerdig eine schöne Aussicht bietet. An dieser weithin sichtbaren Landmarke wird links abgebogen. Vor dem Sportplatz gehen die Wanderer in den Wald hinein und erreichen so das Tal des Auenbachs. Noch ehe sich dieser mit dem Böhmbach vereinigt, zweigt rechts der Höllengrundweg ab. Bei der Nitzschen Mühle passieren die Spaziergänger die Kreisstraße und bewegen sich weiter aufwärts Richtung B 176.

Hier gibt es auf Tafeln viel Wissenswertes zu einem blutigen Gefecht im Vorfeld der Völkerschlacht 1813 nachzulesen. Außerdem steht an der Stelle ein Denkmal für das traurige Ereignis. Der beste Weg führt weiter nach Gersdorf hinein und dann rechts über ein Feld zum Harthaer Kreuz. Hier sollte man verweilen, da der Blick nach Nordsachsen gut ist. Die höchste Erhebung dort - der Collm - müsste meist zu erkennen sein. Ein Feldweg kann dann bis zum Waldstück Fröhne genutzt werden. Die grobe Richtung im Wald ist die S 200. Die alte Bahnstrecke führt die Wanderer wieder nach Geringswalde zurück.

Gleichwohl muss man durch die Fröhne mit holprigen Verhältnissen und einer Unterbrechung im Klosterbachtal rechnen. Denn aus Richtung Hartha kommend verlässt der Radweg vor dem Naherholungsgebiet Fröhne das einstige Gleisbett, wird auf einem Feldweg und im Wald auf Forstwegen entlanggeführt. Wer sich dem Klosterbachtal nähert, um etwa ins Stadtzentrum zu gelangen, muss eine alternative Route, etwa über die Mittweidaer Straße, wählen. Denn im Klosterbachtal fehlt die Brücke.

2 Rochlitzer Berg: Egal ob von Rochlitz oder Wechselburg aus - der Aufstieg zum Rochlitzer Berg ist von allen Seiten schön. Wer die erstere Möglichkeit wählt, kann das Schloss in Rochlitz passieren und dann den Rudolf-Zimmermann-Weg nutzen. Dieser trägt eine rote Markierung. Zartbesaitete aufgepasst: Immerhin wird der Mordgrund durchlaufen. Oben auf dem Berg angekommen lohnt ein Blick in einen der früheren Steinbrüche. Wenn es die Abstandsregeln zulassen, kann der Aussichtsturm bestiegen werden. Die Rundumsicht ist bemerkenswert.

Ein Weg mit einer grünen Markierung führt nach Sörnzig. Auf einer Brücke wird die Zwickauer Mulde passiert. Entweder halten sich die Wanderer nahe dem Fluss bis zur Hängebrücke Rochlitz oder machen einen Abstecher zur Sandgrube Biesern. Dieses schöne Stück Natur, das jenseits der Bundesstraße liegt, kann umrundet werden. Auf jeden Fall führt die Hängebrücke die Leute wieder in die Altstadt von Rochlitz, wo es angebracht ist, das eine oder andere historische Haus anzusehen.

3 Eine Runde in Königsfeld: Vom Talweg in Rochlitz laufen die Spaziergänger durch das Köttwitzschtal bis zur Buschmühle. Danach zweigt ein unscheinbarer Weg Richtung Königsfeld ab. Hinter dem Schlossteich befinden sich die Überreste des einstigen Rittergutes und ein Park. Die Wanderer nehmen die Straße nach Doberenz. Im Ort geht links eine kleine Straße ab, die die Talsperre Königsfeld im weiten Bogen umrundet und nach Schwarzbach führt. Das Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur bleibt links.

Die Spaziergänger nutzen den gelb markierten Weg nach Weiditz. Wie zuvor ist der Blick nach Süden und Osten gut. In Weiditz trifft die Runde auf die Mulde. Allerdings bleibt der Weg nicht eben, sondern nimmt den einen oder anderen sanften Anstieg mit. Auf der anderen Uferseite ist Penna zu erkennen. Eine Brücke hinüber gibt es aber erst in Rochlitz. Die Wanderer bleiben jedoch am Westufer und kehren entlang der Kläranlage zum Ausgangspunkt der Tour zurück.

4 Im Obstanbaugebiet Seelitz: Alte Alleebäume begrenzen einige Straßen in Seelitz. Von Döhlen aus, wo sich die wichtigste Plantage des Obstguts befindet, kann man nach der früheren Pelztierfarm entlang des Aubachs durch ein schönes Tal wandern, in dem es einige ehemalige Mühlen gibt. An der Obstmühle geht es links auf der Kreisstraße bis Sachsendorf. Der Ort wird durchlaufen. Ein Feldweg führt nach den letzten Häusern in ein Tal, wo ein Wäldchen passiert und ein Bach gequert wird. Auf der anderen Seite oberhalb liegt Neuwerder. Wenn man sich rechts ein Stück höher in Richtung Bundesstraße hält, kommt man an einen Aussichtspunkt nach Süden.

Hinter der B 175 liegen die Häuser von Spernsdorf. Nach Westen ist der Blick Richtung Rochlitz toll. Bis Köttern säumen die verschiedensten Obstbäume die alte Straße. Die Wanderer halten sich nach Süden und überqueren erneut die Bundesstraße. Ein etwas kurviger Weg führt wieder hinunter nach Döhlen. Er trifft am Obstgut auf die Talstraße.

5 Von Lunzenau nach Göhren: Lunzenau und Göhren liegen so nahe, dass man entlang von Heinrich-Heine-Park und Märchenwiese erst in die andere Richtung bis Rochsburg laufen kann. Oberhalb des früheren Bahnhofs gibt es einen Panoramaweg, von dem ein wunderbarer Blick aufs Schloss fällt. Danach wird der Friedhof von Rochsburg umrundet und auf der Straße nach Lunzenau zurückgekehrt.

Über Groß- und Klein-Schlaisdorf führt ein grün markierter Weg Richtung dem oberen Teil von Göhren. Etwas links der Kirche kann die Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig passiert werden. Der Weg auf der Nordseite der Schienen bietet einen wunderbaren Blick auf Wechselburg und den Rochlitzer Berg. Nach der Rückkehr in den Ort beginnt der Abstieg zur Mulde. Auf der Straßenbrücke ist der Anblick des Göhrener Viadukts am schönsten. Der Rückweg am Fluss ist leicht. Ehe es wieder über die Mulde geht, trifft man auf das Kofferhotel und die Gaststätte "Zum Prellbock". (mit grün)

Lieblingstour: Vermutlich haben auch Sie, liebe Leser, eine Lieblingsrunde. Schicken Sie uns gern die Beschreibung mit Foto per E-Mail an red.rochlitz@freiepresse.de www.freiepresse.de/wandern-15

30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 20,99 €
00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.