In Musikschule wird geprobt

Nach dem Hygieneplan wegen Corona können einige Kinder in Burgstädt unterrichtet werden - aber längst nicht alle.

Burgstädt.

Aus dem Berufsschulzentrum (BSZ) an der Bahnhofstraße in Burgstädt tönen wieder instrumentale Klänge: Nach zwei Monaten Coronapause dürfen die Lehrerinnen der Musikschule Mittelsachsen dort wieder Unterricht geben.

Normalerweise hätten Ende Mai Prüfungen stattgefunden. Diese wurden nun zum Großteil auf das kommende Jahr verschoben. "Das wäre eine schöne Generalprobe für meine Schüler gewesen, die nächstes Jahr am Landeswettbewerb ,Jugend musiziert' teilnehmen", sagt die Lehrerin für Blasinstrumente Jeanette Clauß. Auch seien viele für diesen Sommer geplante Auftritte abgesagt worden. Als Alternative soll es Konzerte im Freien geben.

Aufgrund der Kontaktbeschränkungen finden momentan noch keine Proben im Ensemble statt. Karla Schönefeld teilt ihre Schüler deshalb in Gruppen von maximal drei Personen auf. Dieses Modell lasse sich aber nicht auf alle Musiziergruppen übertragen. "Die Früherziehung liegt komplett brach", sagt die Lehrerin für Akkordeon und Klavier. Die Kinder zwischen vier und sechs Jahren könnten in Gruppen über Videochat unterrichtet werden, aber dafür fehle die technische Ausrüstung, ergänzt sie.

Auch gibt es noch Schüler, die aufgrund von Vorerkrankungen zur Risikogruppe gehören. Für sie hat die Musikschule Mittelsachsen eine W-Lan-Verbindung im BSZ eingerichtet, damit der Online-Unterricht auch von dort aus erfolgen kann. (fbrn)

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