Krankenhaus-Personal richtet Appell an alle "da draußen"

Die Corona-Epidemie ist auch für die Mitarbeiterinnen im Krankenhaus Mittweida das nahezu alle Gespräche bestimmende Dauerthema. Dazu gehört aber nicht nur die intensive Vorbereitung auf eine mögliche stationäre Aufnahme von Corona-Erkrankten. So wird auch das Verhalten von Menschen kritisch bewertet, die sich entgegen aller Aufforderungen zur weitgehenden Isolation in größeren Gruppen treffen und so das Risiko der Virus-Verbreitung noch erhöhen. Das Personal des kreiseigenen Krankenhauses hat daher einen Appell an die Menschen in der Region gerichtet, in dieser Zeit daheim zu bleiben und diesen mit Fotos aus der Klinik dokumentiert. Initiatorin der Aktion ist die OP-Schwester Sandra Rösner (mittleres Bild, 3. von re.). Ihrem Aufruf angeschlossen haben sich unter anderem die Beschäftigten der zentralen Notfallambulanz (Bild rechts oben), unter der Leitung von Oberärztin Sylke Müller (im Bild li.) sowie Beschäftigte der Intensivstation (Bild rechts unten). Patienten des Klinikums dürfen derzeit nicht besucht werden, worauf ein Schild am Eingang hinweist. Bis Freitagnachmittag ist noch kein Patient als Corona-Verdachtsfall stationär in Mittweida aufgenommen worden. Aber auch hier sind intensivmedizinische Plätze für den Fall eingerichtet worden. Bis zu 16 Patienten mit Covid-19 könnten stationär isoliert und behandelt werden. Am Freitag wurde das Personal auch auf eine mögliche Ausgangssperre vorbereitet, Beschäftigte erhielten Passierscheine, damit sie auch in dem Fall weiter ihrer Arbeit nachgehen können. "Es fühlt sich an wie die Ruhe vor dem Sturm", beschrieb eine Mitarbeiterin die aktuelle Stimmungslage. (jl)


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