Mit ein paar Klicks zur Krankenkasse

Neben Penig hat nun auch Rochlitz ein Gesundheitsterminal in einer Apotheke. Doch den Service können bisher nicht alle nutzen.

Rochlitz.

Die Oberfläche des neuen Gesundheitsterminals in der Rochlitzer Merkur-Apotheke ist übersichtlich und in den Farben Weiß und Blau gehalten. Seit wenigen Tagen steht es gegenüber des Verkaufstresens in Harry Burkhardts Apotheke. Es ist eines von 30 Terminals im Freistaat Sachsen, die die Deutsche Gesellschaft für Infrastruktur und Versorgungsmanagement (Degiv) mit Unterstützung des Ministeriums für Soziales und Verbraucherschutz errichtet. Eins steht auch in Penig.

"Wir haben uns darum beworben, die Anforderungen waren lediglich der notwendige Platz und die Verbindung zum Stromnetz", erklärt der Apotheker Harry Burkhardt. Das neue Terminal biete Service rund um das Thema Gesundheit, so lassen sich beispielsweise Dokumente an die Krankenkasse übermitteln oder anfordern, wie etwa eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung oder eine Zuzahlungsbefreiung für Medikamente. Für Versicherte, deren Krankenkasse in Rochlitz keine Niederlassung hat, sei das ein Vorteil und erspare lange Wege und Kosten.


Das Ganze funktioniert über eine eigene, gesicherte mobile Datenverbindung und ist nicht an das Netzwerk der Apotheke angebunden. Das Terminal ermöglicht zudem neben einer Facharztsuche, den Zugriff auf die auf der eigenen elektronischen Gesundheitskarte hinterlegten Daten sowie Informationen zu den Codierungen auf Krankenscheinen und vielem mehr. "Die Bedienung ist selbsterklärend, aber wir helfen auch gern", sagt Apothekerin Ulrike Nitzsche-Burkhardt. "Die Informationen werden nicht gespeichert und alles lässt sich auch direkt am Gerät ausdrucken." Der Ausdruck erfolgt verdeckt, so wird Dritten kein Einblick auf Daten gewährt. "Auch das Display des Terminals verdunkelt sich, sobald ein Nutzer sich vom Gerät wegdreht. Es wurde viel für eine sichere Nutzung berücksichtigt", so Nitzsche-Burkhardt. Einziges Manko sei die Anzahl der teilnehmenden Krankenkassen. Den Service können nur Kunden der IKK und der DAK nutzen. "Allerdings können Versicherte anderer Krankenkassen über das Terminal ihrer Versicherung mitteilen, dass sie den Service gern nutzen möchten", so Harry Burkhardt.

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