Neue Fenster schmücken "Gesicht" der Werkschule

Die evangelische Bildungsstätte in Milkau konnte eine weitere Sanierungsetappe abschließen. Der größte Brocken soll 2022 angegangen werden.

Milkau.

60 Jahre alt sind die Fenster der Evangelischen Werkschule in Milkau. Nun war es Zeit für einen Wechsel. Bereits in den Sommerferien wurden an der Südfassade - dem "Gesicht" der Schule - 34 Fenster ausgetauscht. In den Herbstferien waren die restlichen 8 der 42 Fenster dran, sodass sich die Südfassade nun modern mit Wärmeschutzglas-Fenstern präsentiert.

Dieser Teil des Komplexes wurde nicht nur energetisch saniert. Durch den Austausch wurde zugleich eine elementare Funktion hergestellt, die in diesen Zeiten wichtig ist, sagt der kaufmännisch-technische Leiter der Bildungsstätte, Hartwig Reichel. Denn die Fenster lassen sich nun leicht öffnen, was bei vielen der alten nicht mehr der Fall war. In der Vergangenheit hätten Eltern bei Arbeitseinsätzen immer wieder mitgeholfen, klemmende Fenster gangbar zu machen. Möglich wurde die Erneuerung durch Zuschüsse aus dem Programm "Brücken in die Zukunft", mit dem der Bund und der Freistaat Sachsen Investitions- und Erhaltungsmaßnahmen an der kommunalen Infrastruktur fördern.

Den Antrag hatten der Verein Werkschule Milkau gemeinsam mit der Gemeinde Erlau gestellt. Mit rund 82.760 Euro, die der Verein und die Kommune erhielten, wurden 61 Prozent der 136.000 Euro Gesamtkosten gefördert. "Wir freuen uns, dass die Baumaßnahmen dank termintreu arbeitender regionaler Firmen innerhalb der Sommer- beziehungsweise Herbstferien für den Schulbetrieb nahezu störungsfrei abgewickelt werden konnten", sagt Reichel. Eigentlich müssten auch auf der Ost- und Nordseite der Schule die Fenster getauscht werden. Doch damit wolle man noch warten - aus einem bestimmten Grund.

Der Werkschulverein und die Gemeinde planen eine Großinvestition, für die ebenfalls Fördermittel notwendig sind. Doch dazu müssen vorher verschiedene Eigentumsverhältnisse geklärt werden. "Die Turnhalle und einige andere Bereiche sind Eigentum der Gemeinde", erklärt Erlaus Bürgermeister Peter Ahnert (parteilos). Der größte Teil des Schulgeländes wiederum gehöre per Erbbaupachtvertrag dem Trägerverein. "Es muss deshalb geklärt werden, wer Bauherr ist und wer was bezahlt", erläutert der Bürgermeister. Diese Beratungen zwischen Verein und Bürgermeister sind bereits im Gange.

Ein Berliner Architekturbüro hat mittlerweile eine Studie erarbeitet. Drei bis vier Millionen Euro wird die Modernisierung und Erweiterung der Werkschule kosten. Geplant ist unter anderem der Umbau des Speiseraums zu einer Cafeteria. Der Schulkomplex soll zudem energetisch saniert werden und eine neue Heizung erhalten. Hinter dem Gebäude ist ein Anbau mit Aufzug geplant. Vorgesehen ist außerdem der Neubau einer Sporthalle. Die jetzige Turnhalle soll zur Aula umgebaut werden. Laut Hartwig Reichel ist Ziel für den Baustart 2022.

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