Neuer Werkraum entschärft Platzproblem

130 Schüler lernen an der Grundschule in Lunzenau. Kommendes Schuljahr werden erneut zwei erste Klassen erwartet. Durch den Ausbau des Kellers ist mehr Raum geschaffen worden.

Lunzenau.

In der Lunzenauer Grundschule können Kinder und Lehrer aufatmen: Der Umbau im Keller ist beendet. Gestern wurde dort im Beisein von Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) durch Bürgermeister Ronny Hofmann (CDU) ein neuer Werkraum übergeben. Dadurch wird der bisherige Werkraum in einem oberen Geschoss frei und kann als Klassenzimmer genutzt werden.

Das war Ziel des Projekts, denn in der Grundschule geht es eng zu. Nachdem im vergangenen Jahr eine vierte Klasse abschloss, wurden zwei neue erste Klassen empfangen. Auch dieses Jahr erwartet Schulleiterin Heike Schindler so viele Schüler, dass erneut zwei erste Klassen gebildet werden. Insgesamt lernen derzeit 130 Kinder an der Bildungseinrichtung. Sie wird zudem als Hort genutzt. Die große Kinderzahl führte zu Doppelbelegungen von Zimmern. "Die Schüler gingen, die Hortkinder kamen. Abgesehen davon, dass ein Hortraum eine andere Ausstattung haben sollte als ein Klassenzimmer, führte das zu weiteren Problemen", erklärte Schindler. Im Hort gehe es nun einmal lauter zu. Das sei aber, wenn im Nachbarraum noch Unterricht stattfindet, diesem nicht dienlich. Deshalb freut sie sich, dass von derzeit zwei doppelt genutzten Räumen einer wieder zum alleinigen Klassenzimmer wird. Er muss allerdings teilweise noch gemalert und eingeräumt werden. Laut Bürgermeister Hofmann werde das zeitnah erledigt.

In den Ausbau des Kellers, in dem unter anderem noch Vorbereitungs- und Abstellräume entstanden, sind insgesamt 211.800 Euro investiert worden. Ursprünglich war eine Summe von 166.800 Euro veranschlagt. Diese wurde zu 75 Prozent gefördert. Doch während des Baus stellte sich Mehraufwand heraus, der zur Erhöhung der Kosten führte. Das zusätzliche Geld wird aus Mitteln des städtischen Haushaltes abgedeckt. Entstanden sind die Mehrkosten laut Bauamtsleiter Gerald Karte unter anderem durch höheren Aufwand bei Statik, Brandschutz und durch Deckendurchbrüche für Stromkabel.

Eine Gruppe von Schülern bedankte sich im Namen aller bei der Stadt, den Architekten und Bauarbeitern für den Ausbau. "Wir versprechen, dass der Werkraum gut erhalten bleibt", sagte ein Junge. Minister Schmidt betonte, dass die Fördermittel so nachhaltig und zukunftsgerichtet eingesetzt worden sind.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...