Radweg kommt in Geringswalde an

Die Trasse soll einmal die Stadt Waldheim mit Rochlitz verbinden. Ein weiteres Teilstück ist jetzt fertig. Die Vollendung des Vorhabens indes erfordert noch Geduld.

Geringswalde.

Der Geringswalder Bürgermeister Thomas Arnold ist zuversichtlich. "Im Frühjahr können Radfahrer an der Klosterallee aufsatteln und bis nach Waldheim durchfahren." Der Stadtchef, bei dem die Fäden des Projektes Radwegebau Waldheim-Rochlitz zusammenlaufen, ist selbst passionierter Radfahrer und begrüßt die Fortschritte. Die hatte er aus der jüngsten Beratung mit Vertretern des Baubetriebes und dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) mitgenommen.

Allerdings müssen sich Radler auf dem Teilstück, das durch das Naherholungsgebiet Fröhne führt, mit den vorhandenen Waldwegen begnügen. Gleichwohl hatte die Geringswalder Stadtverwaltung im Sommer einen der Hauptwege ausbessern lassen. "Die Bedingungen sind akzeptabel", urteilt Bürgermeister Arnold. Was ihm an der gegenwärtigen Lösung nicht gefällt: "In der Fröhne verlässt der Radweg die einstige Bahntrasse. Damit ist der Radverkehr nicht vom Betrieb auf den Straßen getrennt. Gerade das wäre aber vor allem für Fahranfänger sehr wichtig." Arnold hofft auf eine vom Lasuv bevorzugte Variante, die im ehemaligen Gleisbett verläuft.

Doch an der Stelle stehen noch Entscheidungen aus. "Eine Vorzugsvariante ist noch nicht bestimmt", teilte Lasuv-Sprecherin Isabel Pfeiffer mit. Für das Teilstück der Trasse erfolgten Untersuchungen, die noch einige Zeit in Anspruch nehmen würden.

Fest eingeplant hat die Behörde als nächstes den Einbau einer Frostschutzschicht von der Staatsstraße 200 bis in Höhe Arraser Straße in Geringswalde. Dabei sind die Bauarbeiter dieser Tage bis zum einstigen Bahnübergang an der Klosterallee vorgedrungen. Zudem wird am Fröhnteich ein neuer Durchlass entstehen. "Der Einbau der Asphaltschicht ist für April kommenden Jahres vorgesehen", kündigte Isabel Pfeiffer an.

Dann wird es auch am Ersatzhabitat für Zauneidechsen vorbeigehen, das im Juni am Oberen Hohlweg eingerichtet worden war. In dem leben jetzt die geschützten Tiere etwa vom Abschnitt Mühlenstraße, Klosterallee oder Arraser Straße. Bis die Pedalritter allerdings einmal vom einstigen Bahnübergang Klosterallee bis zum Oberen Hohlweg durchfahren können, dauert es vermutlich noch. Denn wie die Straßenbaubehörde mitteilte, fehle es noch an der Brücke über den Klosterbach.

Der Radweg soll einmal die Stadt Waldheim mit Rochlitz verbinden. Von der Idee bis zum ersten Spatenstich hat es mehr als acht Jahre gedauert. Im August vergangenen Jahres wurde mit dem ersten Abschnitt in Waldheim begonnen. Neben Geringswalde erwarben auch Erlau, Hartha, Rochlitz, Seelitz und Waldheim Grundstücke entlang der Bahntrasse dafür. Insgesamt rechnet das Lasuv mit Baukosten von knapp fünf Millionen Euro.

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