Räte stellen Weichen für Reithalle in Altmittweida

Reit- und Sportverein will für rund 200.000 Euro einen Neubau errichten

Altmittweida.

Den Reitsportlern in Altmittweida fehlt eine Halle. Sie beklagen, dass es für Reiter im Winterhalbjahr schwierig sei, das Training ohne Pausen fortzusetzen. Da bestehende Reithallen im Umkreis oft bereits bis 22 Uhr belegt sind, braucht der Reit- und Sportverein (RSV) Altmittweida ihrer Ansicht nach ein eigenes Gebäude und will für rund 200.000 Euro einen Neubau errichten.

Die Kommune beteiligt sich mit einem Zuschuss von 40.000 Euro am Vorhaben. Der Gemeinderat entschied in seiner jüngsten Sitzung, den Betrag in den Haushalt für 2021 einzustellen. Zusammen mit Eigenmitteln und Eigenleistung versetzt dies die Vereinssportler in die Lage, einen Finanzierungsplan aufzustellen, mit dem sie sich zusätzlich um eine Zuwendung aus einem Förderprogramm bewerben können.

Laut Bürgermeister Jens-Uwe Miether (parteilos) soll die Reithalle auf einem Grundstück an der Hauptstraße in der Nähe von Getreidespeichern der Agrargenossenschaft errichtet werden. Trotz des Ratsbeschlusses zweifelt er jedoch daran, dass der Ort die Halle braucht. Bereits in früheren Debatten vertrat Miether den Standpunkt, dass der Wunsch einer kleinen Gruppe Reitsportler eine erhebliche kommunale Investition nicht rechtfertige.

Da der Gemeinderat nun für den Zuschuss zum Reithallenbau gestimmt habe, müsse er sich beugen, sagte Miether. Das Geld dafür müsse aus der Rücklage entnommen werden. Denn im bisherigen Haushaltsentwurf sei der Posten nicht vorgesehen gewesen, und es solle dafür auch kein anderes Vorhaben gestrichen werden. Die Kommune könne sich die zusätzliche Investition leisten, da sie "momentan gute Steuereinnahmen" habe. Im vorigen Jahr habe sie in diesem Punkt sogar besser abgeschlossen als erwartet.

Maximiliane Nimz (Foto), die Vorsitzende des Reit- und Sportvereins, reagierte erleichtert auf den Beschluss. "Das Geld hilft uns ungemein weiter", sagte sie. Sie betrachte die Unterstützung der Kommune als wichtigen Schritt auf dem Weg zum Ziel. Um nun auch Geld aus einem größeren Fördertopf zu bekommen, habe der Verein noch vor dem Stichtag 30. September einen Antrag eingereicht. Ab Januar rechnet sie nun mit dem Fördermittelbescheid, sagte sie.

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