Regierung soll sich zu Brand äußern

Abgeordneter fragt nach Konsequenzen für Pyral

Mittweida.

Der Großbrand bei Pyral in Lauenhain soll nun auch die Staatsregierung in Dresden beschäftigen. Der Grund dafür ist eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Volkmar Zschocke (Foto). Der Grünen-Politiker will unter anderem wissen, welche Abfall- und Baustoffe in welcher Menge gebrannt haben und welche Messungen, Untersuchungen und Probenahmen wann, wo, wie, von wem und mit welchen Ergebnissen durchgeführt wurden. Auch die Auflagen von Feuerwehr, Behörden und Versicherungen für Lagerung, Überwachungstechnik und automatische Feuerlöschanlagen am Standort sowie Investitionen seitens Pyral soll die Regierung darlegen. Zudem will Zschocke wissen, welche Konsequenzen der Großbrand für die Genehmigung und den weiteren Betrieb der Anlage hat. Für die Beantwortung der Fragen ist ein Zeitraum von vier Wochen vorgesehen.

"Der Großbrand bei Pyral ist kein Einzelfall", sagt Zschocke. Seit Jahren brenne es durchschnittlich ein- bis zweimal pro Monat in Recyclinganlagen in Sachsen, wie eine vorherige Anfrage ergeben habe. "Abfallbrände setzen einen regelrechten Cocktail schädlicher Stoffe frei. Wir Grünen wollen und werden uns nicht daran gewöhnen."


Unmittelbar nach dem Feuer bei dem Recyclingunternehmen im Mittweidaer Ortsteil Anfang August hatte das Landratsamt Mittelsachsen erklärt, dass eine konkrete Gefahr für Boden, Wasser oder Luft nicht bestanden habe.

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