Reitverein Altmittweida hofft noch auf Neubau

Gemeinderäte sollen sich erneut mit dem Vorhaben befassen

Altmittweida.

Will sich die Gemeinde Altmittweida im kommenden Jahr am Bau einer Reithalle beteiligen? Mit der Frage sollen sich die Gemeinderäte in ihrer Sitzung am Montagabend befassen. Nach der Entscheidung, ob der Ort 40.000Euro für diesen Zweck bereitstellen möchte, sollen laut Bürgermeister Jens-Uwe Miether (parteilos) weitere Eckpunkte des Haushaltsentwurfs für 2021 im Gremium vorgestellt und diskutiert werden.

Das Thema Reithalle beschäftigt Räte und Bürgermeister nicht zum ersten Mal. Die Mitglieder des Reit- und Sportvereins Altmittweida wünschen sich schon seit einiger Zeit eine eigene Reithalle. Nach Angaben der Vorsitzenden Maximiliane Nimz hat der Verein etwa 70 Mitglieder. Davon seien etwa 40 aktive Reiter, die zum Teil auch am Turnierbetrieb teilnehmen. Von der Halle erhofften sich alle bessere Trainingsbedingungen, erklärte sie. Die Sportler bräuchten jedoch die Unterstützung der Kommune. Vor rund einem Jahr hatte die Vereinsführung deshalb ein Konzept für einen Hallenneubau im Gemeinderat vorgestellt und um einen Zuschuss gebeten. Das Gremium reagierte interessiert, das Ergebnis der Debatte war jedoch für die Reitsportler ernüchternd. Im Haushalt der Gemeinde fehlt dafür das Geld, urteilte der überwiegende Teil der Räte. Der Bürgermeister ging zudem davon aus, dass die Kommune als Bauherr fungieren und den Hauptteil der Fördermittel beantragen müsse. "Es zählt nicht zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde, dem Reitverein zu einer Halle zu verhelfen", sagte er. Mehrere Räte plädierten allerdings dafür, dem Vorhaben trotzdem eine Chance zu geben. Dem Verein wurde geraten, sich über Zuschussmöglichkeiten zu informieren.

Das ist nach Angaben der 26-jährigen Vereinschefin geschehen. Es hat auch ein Gespräch mit Mitarbeitern des Kreissportbundes Mittelsachsen gegeben, die sich mit Sportförderung befassen. Laut Miether hoffen die Reiter, mit einem Zuschuss aus einem Förderprogramm für Sportstätten 2021 ans Ziel zu kommen. Rund 200.000 Euro veranschlagten sie für den Neubau, so Miether. In den Eigenanteil sollten 20 Prozent der Baukosten als Förderung durch die Kommune eingehen. Zehn Prozent wolle der Verein selbst aufbringen, sagte er.

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