Retter aus dem Kreis trainieren für den Ernstfall

Amoklage und Vorgehen bei einem Anschlag im Mittelpunkt

Rochlitz/Mittweida.

Ein leer stehendes Gebäude am Landratsamt in Mittweida ist für eine gemeinsame Fortbildung von Polizei und Rettungsdienst genutzt worden. Geübt wurde das Verhalten in lebensbedrohlichen Einsatzlagen, teilte die Pressestelle des Landratsamtes mit. Hinter dem Begriff verbergen sich demnach unklare Gefahrenlagen mit hohem Gefährdungspotenzial sowohl für Opfer, Unbeteiligte als auch Einsatzkräfte: Wenn beispielsweise ein oder mehrere Täter mittels Waffen, Sprengstoff oder gefährlichen Werkzeugen gegen Personen vorgehen, diese verletzt oder getötet haben und weitere Personen in Gefahr sind. Dazu gehörten Geiselnahmen, Amokläufe oder Anschläge.

Geübt wurden laut Landratsamt zwei Szenarien: die Bewältigung einer Amoklage und das Vorgehen bei einem Anschlag. An der Übung seien rund 20 Mitarbeiter des Rettungsdienstes und 80 Polizisten beteiligt gewesen.

Dabei ging es um die praktische Umsetzung der fachtheoretischen Grundlagen, heißt es. Trainiert wurde das Zusammenspiel der Einsatzkräfte sowie das taktische Vorgehen. "Solche Lagen kommen in Deutschland glücklicherweise nur äußerst selten vor. Übungen wie diese sind dennoch sehr wichtig, um im Notfall koordiniert und erfolgreich agieren zu können", erklärt Jana Lützner, Leiterin des Referats Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz im Landratsamt. (bk)

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