Rund 19 Millionen Euro für Mittelsachsens Holperpisten

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Der Landkreis hat mehr als 20 Straßenbau- vorhaben auf der Agenda. Einige der Projekte sollten längst erledigt sein.

Rochlitz.

Auf rund 19 Millionen Euro summieren sich die Kosten für Straßen- und Brückenbaumaßnahmen, die der Landkreis Mittelsachsen in den nächsten beiden Jahren angehen beziehungsweise fertigstellen will. Laut Pressesprecher André Kaiser hängt der überwiegende Teil von staatlichen Zuschüssen ab.

Vier Vorhaben will der Landkreis indes nur mit Geld aus der eigenen Kasse umsetzen. Dabei handelt es sich laut Kaiser um eine Fahrbahnerneuerung im Claußnitzer Ortsteil Röllingshain auf 600 Metern (340.000 Euro) und die Erneuerung der Brücke in Garnsdorf (250.000 Euro) sowie die Sanierung der Ringethaler Brücke (250.000 Euro) und der Kreisstraße zwischen Theeschütz und Lüttewitz auf fast zwei Kilometern (150.000 Euro).

"Alte Bekannte" auf der Liste sind beispielsweise die Ortsdurchfahrt von Zettlitz und der Bau einer Stützwand im Mittweidaer Stadtteil Frankenau. Beide Projekte sollten schon lange umgesetzt sein; die gut 1,4Millionen Euro kann der Kreis aber nicht allein stemmen. Die Finanzkraft des Kreises geht beim Straßenbau insgesamt zurück. Waren 2020 noch 11,5 Millionen Euro für Kreisstraßen vorgesehen, so sinkt diese Zahl im Doppelhaushalt 2021/22 auf 9,0 und 9,9 Millionen Euro.

Rund 2,5 Millionen Euro aus dem Förderprogramm zur Instandsetzung von Straßen und Ingenieurbauwerken sind bereits verplant. Nach einem Beschluss des Kreis-Ausschusses für Umwelt und Technik reichen die Maßnahmen von der Sanierung der Hennersdorfer Holzbrücke bis zur Großen Kirchgasse in Oederan. Erstere bleibe zunächst befahrbar, da an den Widerlagern und dem Mittelpfeiler gearbeitet werde. Im Jahr 2022 solle die eigentliche Brücke folgen. Bei Letzterer hat der Denkmalschutz zugestimmt, dass das Kopfsteinpflaster durch hellen Asphalt ersetzt wird.

"Wir haben neun Projekte auf der Liste und sie bewusst überzeichnet, falls wir das eine oder andere nicht umsetzen können und ausweichen müssen", sagt Abteilungsleiterin Ute Friedrich. So sei noch Geld für Deckensanierungen und Oberflächenbehandlung sowie für Brücken und Stützmauern vorgesehen: "Damit können wir partiell größere Reparaturen vornehmen."

Eine besondere Herausforderung ist der zweite Bauabschnitt an der Waldheimer Straße in Mittweida, weil ein FFH-Gebiet, ein spezielles Naturschutzgebiet, betroffen ist. Dafür ist ein Planfeststellungsverfahren notwendig. Derzeit würden dafür noch die dort lebenden Arten untersucht, so Friedrich: "Wir rechnen nicht vor Ende 2022 mit dem Baubeginn. Auch für den Burgberg in Kriebstein sei ein Planfeststellungsverfahren erforderlich; die Unterlagen würden im März bei der Landesdirektion eingereicht. Ute Friedrich rechnet frühestens in zwei Jahren mit einem Baubeginn. Optimistischer ist die Abteilungsleiterin bei dem Geh-Radweg zwischen Oederan und Börnichen, der gemeinsam mit der Stadt entstehen soll.

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