Schlagabtausch im Peniger Stadtrat um Stadionsanierung

Knapp eine Million Euro soll in die Erneuerung der Sportstätte fließen. Doch um Fördermittel an Land zu ziehen, dürfen nicht ausschließlich die Fußballer profitieren.

Penig.

Nächstes Jahr könnte die umfangreiche Instandsetzung des Peniger Stadions an der Zinnberger Straße starten - vorausgesetzt, die beantragten Fördermittel fließen. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung den Kosten in Höhe von rund 920.000 Euro zugestimmt, 15Prozent davon muss die Kommune selbst übernehmen.

Um an das Fördergeld zu kommen, dürfe die Sportstätte nicht nur auf Fußball ausgerichtet sein, sagte Bürgermeister Thomas Eulenberger (CDU). Deshalb plant die Stadt neben der Sanierung des Naturrasenspielfeldes mit der 100-Meter-Laufbahn und der Weitsprung- sowie der Kugelstoßanlage auch den Bau eines multifunktional nutzbaren Hartplatzes.

Der ursprüngliche Vorschlag der Verwaltung, einen reinen Tennisplatz zu errichten, stieß bei Stadträten zum Großteil auf Gegenwehr. Denn einen Tennisverein gibt es bislang in Penig nicht. "Wir nehmen den Tennisplatz mit auf, nur damit wir die Förderung bekommen und hoffen, dass dieser genutzt wird. Das ist absurd", sagte Mike Tauchmann (Unabhängige Bürger für Penig). "Absurd" fand auch Emily Breitenborn (Die Linke) den Verwaltungsvorschlag. "Ein Volleyballplatz könnte mehr Akzeptanz finden", erklärte sie. Auch Marco Mädler (CDU) vertrat diese Auffassung: "Ich würde das mit der Volleyballanlage probieren." Anders sah dies Mario Stein (Freie Wählergemeinschaft Penig), der sich für einen Tennisplatz aussprach: "Man kann ja auch mal mit der Zeit gehen und etwas anderes anbieten." Vielleicht sei das ein Anstoß, damit sich in Penig ein Tennisverein gründet. Am Ende der Debatte stimmte der Stadtrat einem Kompromissvorschlag zu, den Bau- und Finanzchefin Manuela Tschök-Engelhardt unterbreitete: Statt einem Tennisplatz soll ein Hartplatz gebaut werden, der sich multifunktional nutzen lässt.

Dass die geplante Sanierung der Turnhalle an der Grundschule Langenleuba-Oberhain zugunsten des Sportplatzausbaus in der Dringlichkeitsliste nach hinten verschoben wird, stieß bei CDU-Stadtrat Florian Hainich auf Widerstand. Die Bauamtschefin konnte diese Bedenken jedoch zerstreuen. Laut Tschök-Engelhardt ändere sich mit dem Beschluss zur Instandsetzung der Sportanlagen im Stadion nichts an der Situation, dass die Turnhalle an der Grundschule im Jahr 2021 um den Sanitär- und Umkleidebereich erweitert werde. Im Jahr 2022 soll die Halle saniert werden. Und danach werden die verbliebenen Räumlichkeiten für den Hort nutzbar gemacht, erklärte sie. Den Antrag für die Turnhalle werde die Stadtverwaltung bis zum 30. September fristgemäß stellen, hieß es aus dem Rathaus.

Bewertung des Artikels: Ø 4 Sterne bei 1 Bewertung
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...