Sorge bei Döhlener Feuerwehr: Bach trocken

Bei Einsätzen müssten Retter Wasser aus Teichen holen oder Hilfe anfordern

Döhlen.

Die anhaltende Trockenheit bereitet auch der Feuerwehr Sorgen. So hofft man im Seelitzer Ortsteil Döhlen, besonders in nächster Zeit von Löscheinsätzen verschont zu bleiben. "Im Bach im Dorf läuft seit Mitte vergangener Woche kein Wasser mehr", sagte der Döhlener Wehrleiter Tobias Schiffner auf Nachfrage.

Der Aubach kommt aus Richtung Milkau, Zetteritz und Arras und mündet später in die Mulde. Im Sommer liege der Wasserstand normalerweise bei circa 20 Zentimetern. Vor zwei Jahren im Sommer sei die Lage ebenfalls schon einmal grenzwertig gewesen, aber der Bach habe damals noch Wasser geführt.

Bei einem Ernstfall müssten die Döhlener Retter auf Wasser aus Zuchtteichen zurückgreifen, das sie mit dem Schlauch herauspumpen. Zudem verfügt die Wehr noch nicht über ein Löschfahrzeug mit Wassertank. "Wir müssten großflächig aus der Umgebung Feuerwehren alarmieren", so Schiffner. Von den fünf Einsatzfahrzeugen der Gemeinde haben drei einen Wasserspeicher mit bis zu 800Liter Fassungsvermögen: Fahrzeuge der Wehren in Steudten, Gröbschütz und Zschaagwitz. Für die Döhlener Wehr plant die Gemeinde, 2019 ein Löschgruppenfahrzeug LF 10 anzuschaffen. "Dessen Tank kann 2000 Liter Wasser fassen. Dieses Jahr ist die Bestätigung, dass das Fahrzeug gebraucht wird", so Schiffner.

Auch an weiteren Stellen in Seelitz sähe es kritisch aus. Der Bach, der durch Kolkau führt, habe noch Wasser. Er könne aber demnächst ebenfalls versiegen, wenn es nicht regnet, schätzt Schiffner. (fmu)

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