Stadtrat verzichtet auf Berater

Keine sachkundigen Bürger in Ausschüssen

Geringswalde.

Braucht der Geringswalder Stadtrat die Unterstützung sogenannter berufener Bürger, wenn es um Beratungsbedarf bei speziellen Themen geht? Die Linksfraktion sagt ja und schlug Andrea Däumler, Angela Liebing, Bastian Berthold und Peter Werner vor. Diese vier Personen sollen, wenn es nach den Linken geht, als sachkundige Bürger Wissen und Erfahrungen in den Verwaltungs- und Kulturausschuss oder den für Technik und Umwelt einbringen. Für den Antrag fand sich jedoch in der jüngsten Sitzung des Stadtrates keine Mehrheit.

Bürgermeister Thomas Arnold (parteilos) bezweifelte die Notwendigkeit. "Wir verfügen mit den Mitgliedern im neu gewählten Stadtrat über zahlreiche Kompetenzen." Das sah Linksfraktionschef Robert Sobolewski anders. "Gerade beim Thema Jugend wäre die Meinung von Angela Liebing wichtig. Sie hat als Lehrerin und ehemalige Stadträtin den Einblick und die Power, die ich bei anderen vermisse. Und sie berät neutral." Peter Petersen (Freie Wähler) zeigte sich irritiert. "Ich finde die Diskussion merkwürdig, denn Zusammenkünfte der Ausschüsse fanden in der Vergangenheit so gut wie gar nicht statt. Wozu dann die Diskussion über berufenen Bürger?" Es sei denn, man gehe wieder dazu über, in den Ausschüssen zu arbeiten. Grünenpolitikerin Claudia Glanz hält es für ausreichend, Themen ausschließlich im Stadtrat zu behandeln. Ähnlich äußerte sich Geringswaldes zweiter Vizebürgermeister Thomas Damm (FDP). "Wir sollten in den Sitzungen so viel wie möglich abhandeln." Je nach Thema könnten Spezialisten durchaus dazu eingeladen werden. (grün)

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