Tödlicher Unfall: Prozess wird neu aufgerollt

Landgericht muss erneut das tragische Geschehen bei Wiederau beleuchten

Chemnitz/Wiederau.

Es war ein schrecklicher Unfall, der sich auf der B 107 zwischen Diethensdorf und Wiederau am 22.April vorigen Jahres ereignet hatte. An den Tod des 20-jährigen Motorradfahrers erinnern am Abzweig nach Stein zwei Kreuze und Blumengestecke.

Wie es zu dem Tragödie kam, beschäftigte mehrfach die Gerichte. War der Motorradfahrer zu schnell dranoder übersah ein heute 68-jähriger Autofahrer den jungen Mann, als jener abbiegen wollte und erfasste ihn daher mit seinem Mercedes? Für das Amtsgericht in Döbeln war die Sache klar. Es verhängte gegen den Senior eine Geldstrafe in Höhe von 80 Tagessätzen zu 60Euro, mithin 4800 Euro. Der Staatsanwaltschaft fiel die Strafe zu gering aus. Sie ging in Berufung. Daraufhin verurteilte das Landgericht in Chemnitz den Autofahrer im März zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe - ausgesetzt für zwei Jahre zur Bewährung. Damit verbunden: sechs Monate Führerscheinentzug.

Erneut wurden Rechtsmittel eingelegt. Der Fall landete vor dem Oberlandesgericht in Dresden, das der Revision im Juli stattgab und das Urteil aufhob. Wie die Sprecherin des Chemnitzer Landgerichts, Marika Lang, jetzt erklärte, sei bei der Strafzumessung ein Fehler unterlaufen. Nun sind erneut die Richter in Chemnitz gefragt. Eine andere Strafkammer wird sich am Dienstag mit dem Unfall beschäftigen. Zwei Zeugen sollen gehört werden.acr

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