Turnhalle: Fertigstellungstermin wackelt

Noch hat Geringswalde die Hoffnung nicht gänzlich aufgegeben, den Neubau im Juni einweihen zu können. Doch beim Einbau des Sportbodens gibt es Zeitverzug.

Geringswalde.

Lange Gesichter bei der Geringswalder Stadtratsitzung: Aus gegenwärtiger Sicht ist der Termin für die Einweihung der neuen Turnhalle auf dem Gelände der Diesterweg-Grundschule im Juni mehr als vage. Das teilte Bürgermeister Thomas Arnold mit. Allerdings sei die Nutzung des in den Komplex integrierten neuen Speiseraumes von der Verzögerung nicht betroffen.

Als Grund nannte Arnold Probleme, die sich bei der Vertragserfüllung eines Unternehmens abzeichneten, der den Auftrag für den Sportboden, die Prallwand und Sportgeräten in Höhe von rund 106.000 Euro bekommen hatte. Das Angebot der Berliner Firma hatte sich unter acht weiteren als das wirtschaftlichste durchgesetzt.

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Ursprünglich sollten die Arbeiten Anfang März beginnen. Trotzdem tut sich nichts in der Halle. "Wir haben uns mit der Sächsischen Aufbaubank als Fördermittelgeber verständigt", erklärte der Stadtchef. Die Stadt müsse sich zwingend an das Vergaberecht halten. Auf das zweitgünstigste Angebot zurückzugreifen, ließen die Vorschriften daher nicht zu, so Arnold. "Sollte der Anbieter den Auftrag nicht ausführen können, würden wir den Vertrag kündigen und müssten dann neu ausschreiben. Das alles dauert natürlich. Und dann werden vermutlich Preise aufgerufen, die die ursprünglich ausgehandelten bei Weitem übertreffen."

Geringswaldes zweiter Vizebürgermeister Thomas Damm (FDP) verwies darauf, dass Schulsport immerhin in der alten Halle am Lutherplatz stattfinden könne. "Stattdessen sollten wir straff darauf hinarbeiten, dass das Außengelände zur Eröffnung fertig ist."

Schulleiterin Silke Simon sieht die Lage pragmatisch. "Sicher wäre es großartig gewesen, unser Jubiläum Mitte Juni mit der Einweihung zu koppeln. Wir müssen aber mit den Gegebenheiten leben."

Die Geschäftsführung des Anbieters von Sport- und Freizeitanlagen mit Sitz in Berlin war auf Nachfrage der "Freien Presse" für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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