Verstärkt Kontrollen in Sandgrube

Bürgermeister, Polizei und Eigentümer haben die Ordnung und Sauberkeit rund um den Bieserner See unter die Lupe genommen. Umweltsünder sollen es künftig schwerer haben.

Rochlitz/Seelitz.

Eine kleine wilde Müllkippe, hier und da ein weggeworfener Gegenstand, umgestürzte Bäume, ab und an ein Angler - so präsentiert sich das Naherholungs- und Angelgebiet rund um die Sandgrube Biesern in diesen Tagen. Es ist weitgehend ruhig und größtenteils sauber. "Doch mit Beginn der Saison, wenn wieder mehr Besucher kommen, wird auch wieder mehr Müll liegengelassen", weiß der Rochlitzer OB Frank Dehne (parteilos).

Gemeinsam mit weiteren Verantwortlichen hatte er am Dienstag zu einem Rundgang rund um den Bieserner See eingeladen, um die weitere Zusammenarbeit der vielen Partner abzustimmen, um Ordnung und Sauberkeit zu verbessern. Denn das Areal ist ein Flickenteppich, was die Eigentumsverhältnisse und somit auch die Zuständigkeiten betrifft.


Da ein Teil zur Gemeinde Seelitz gehört, hat deren Bürgermeister Thomas Oertel eine neue Feuerwehrzufahrt mit Schranke errichten lassen. "Denn im vorigen Jahr waren Waldbrände ein großes Thema", sagte er. Diese einzige Zufahrt unmittelbar ans Wasser darf künftig auch der Anglerverband Südsachsen Mulde/Elster (AVS) nutzen. "Dann können wir die Fische beim Neubesatz schonend ins Wasser bringen", freute sich Geschäftsführer Mike Uhlemann.

Der AVS-Chef verwies darauf, dass die Angler geschult sind, ihren Platz am Gewässer wieder ordentlich zu verlassen. Die staatliche Fischereiaufsicht kontrolliere permanent die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen. "Denn wenn verstärkt Kontrollen stattfinden, steigt die Hemmschwelle, Ordnungswidrigkeiten zu begehen", sagte er. Die Bürger ermutigte er, zum Telefon zu greifen, wenn sie Verstöße feststellen sollten.

Was als Verstoß in diesem Gebiet gilt, ist auf Schildern zu lesen, die die Stadt Rochlitz erst vor wenigen Tagen an den vier Zugängen zum See aufstellen ließ. Strikt verboten rund um den Bieserner See ist beispielsweise das Feuermachen.

Das Fällen von Bäumen und Sträuchern, das Befahren mit Fuhrwerken und Motorfahrzeugen sowie das Zelten und Abstellen von Wohnwagen und Fahrzeugen sei nur mit besonderer Erlaubnis des Waldbesitzers gestattet, ist auf den Schildern zu lesen.

Gerald Heibutzki ist Waldbesitzer, ihm gehören rund 25 Hektar. Das sind etwa zwei Drittel der gesamten Waldfläche in diesem Gebiet. 24 Feuerstellen habe er in Spitzenzeiten schon mal gezählt. Dass Baumfällarbeiten verboten sind, verstehe sich von selbst. "Denn durch die Trockenheit und die Stürme sind bereits viele Bäume umgestürzt. Und regelmäßig fallen weitere um", sagte er. Wenn Privatleute Holz haben möchten, dann könnten sie sich bei ihm melden.

Dass künftig verstärkt Kontrollen in der Sandgrube Biesern stattfinden, ist auch im Sinne von Steffen Wollmann, Werkleiter der Sandwerke Biesern, die zum Konzern Heidelbergcement gehören. Denn die Rochlitzer Bürgerpolizistin Sandra Merkel hatte angekündigt, dass die Polizei bei ihren Streifen in unregelmäßigen Abständen auch in diesem Gebiet präsent ist.

Um aktiv etwas für mehr Ordnung und Sauberkeit zu tun, hat eine Elterninitiative des Schulvereins der evangelischen Grundschule Seelitz demnächst wieder eine Müllberäumungsaktion angekündigt.

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