Zettlitz plant erste Mammutaufgabe

Leerstehende Gebäude bereiten der Gemeinde Sorgen. Im kommenden Jahr soll nun der erste Umbau in Angriff genommen werden.

Zettlitz.

Im kommenden Jahr wird es ernst. Denn Zettlitz schlägt sich mit einem Erbe herum, das aus fünf Gebäuden besteht. Die stehen zum Teil leer oder könnten wesentlich effektiver genutzt werden. Umbau ist angesagt. Und der soll im kommenden Jahr in Teilen in die Planung und Durchführung gehen. Das schlägt sich im Entwurf zum Haushalt für das kommende Jahr nieder, den Finanzsachbearbeiterin Sonja Hälsig, die durch die Verwaltungsgemeinschaft von Rochlitz und Zettlitz für die Finanzen der Gemeinde zuständig ist, in der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstag vorstellte.

Insgesamt will die Gemeinde knapp eine Million Euro in die Hand nehmen. Und das wichtigste Projekt dabei ist der Ausbau des Gebäudetraktes, in dem die Kindereinrichtung "Sonnenschein" untergebracht ist. Hier schlagen Planung und Umbau mit knapp 280.000 Euro zu Buche. "Wir rechnen mit Fördermitteln, die sich um die 154.000 Euro bewegen", erklärte Bürgermeister Steffen Dathe (parteilos). Gleichwohl seien die Voraussetzungen günstig, die Einrichtung auf zwei Etagen zu betreiben. "Im vergangenen Jahr hatten wir die Förderschule als Mieter verloren", so Dathe. Das bedauere die Gemeinde noch heute. Doch dadurch stünden die Räume der sogenannten Lehr-Wohnung jetzt genauso zur Verfügung wie etwa der Bereich, in dem Werkunterricht gelehrt wurde. "Unser Plan sieht so aus, dass Kinder im Krippenalter nach dem Umbau in die untere Etage umziehen und die Abläufe bei der Betreuung für die Erzieherinnen einfacher werden."

Einen großen Posten im Haushalt nimmt zudem die Planung und der Umbau des Gebäudes ein, in dem die Gemeindeverwaltung untergebracht ist. Noch gehört das Gebäude der evangelischen Kirche, der Notarvertrag steht kurz vor dem Abschluss. Vom Umbau betroffen ist etwa die Heizungsanlage, die derzeit noch einen Zwischenbau und die Immobilie versorgt, in der die Mittelschule untergebracht war.

Und die Zukunft eben dieses Gebäudetraktes steht noch in den Sternen. Die Zettlitzer möchten das Haus wieder seiner eigentlichen Nutzung zuführen und in den Räumen eine Grundschule installieren. Denn in der Nachbarstadt Rochlitz wird der Platz für Grundschüler allmählich knapp. Für diesen Teil des Gebäudekomplexes stellt die Gemeinde vorsorglich 120.000 Euro ein. "Egal, wie die Entscheidung ausfällt, ob eine Grundschule aufgemacht wird oder sich unsere Pläne zerschlagen, wir müssen vorbereitet sein", urteilt Dathe. Denn ohne Eigenmittel seien keine Fördermittel zu haben.

Weitere größere Posten im Haushalt sind etwa der Bau einer Zisterne im Ortsteil Hermsdorf (120.000 Euro). Neben dem Verbindungsweg zwischen Zettlitz und Kralapp (100.000 Euro) ist Geld für Stützmauer, Fußweg und Beleuchtung an der Kreisstraße vorgesehen, die durch Zettlitz führt (80.000 Euro).

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