Zwei Tage Musik in der Sandgrube

Das Treibsand Freiland Open Air in Hartha startet am Freitag. Zahlreiche Bands und DJs bieten einen Mix durch die Genres. Nur die Trockenheit könnte die Pläne noch durcheinanderwirbeln.

Hartha.

In die siebzehnte Runde geht am Wochenende das Treibsand Freiland Open Air in der Sandgrube im Wechselburger Ortsteil Hartha. Das Festival zieht jährlich Besucher aus der Region und darüber hinaus an: "Die Leute kommen sogar aus Leipzig und Berlin", sagt Axel Günther. Der 52-jährige Wechselburger ist einer der Hauptorganisatoren der zweitägigen Veranstaltung.

Am späten Freitagnachmittag startet das Festival, das am Samstag fortgesetzt wird. Auf zwei Bereichen ist Musik zu hören, es kann getanzt und gefeiert werden. Ein Floor ist den DJs vorbehalten, die unter anderem aus Rochlitz, Leipzig, Dresden, Chemnitz, Berlin und Görlitz kommen. "Da werden zum Beispiel Techno, Goa, Dub, Rave und elektronische Musik aufgelegt", blickt Axel Günther voraus. Auch Orte, an denen man sich entspannt hinsetzen kann, wird es geben. Die Besucher können Shisha rauchen, orientalisch, vegetarisch und vegan essen, sich einen Cocktail gönnen. Außerdem können die Gäste in einer Kreativecke Schmuck basteln, Kleidung tauschen und sich Henna-Tattoos auf die Haut bringen lassen. Dekoriert sein wird der Bereich mit Elementen aus Holz und Faden - "und viel Liebe zum Detail", so Günther.

Im zweiten Bereich treten Bands auf. Sie kommen etwa aus Leipzig, Halle, Hamburg und Darmstadt, aber auch aus den Niederlanden sowie aus Nöbeln. Die Gruppen bieten eine Mischung aus Punk, Rock, Metal und anderen Genres. Auch ein Liedermacher tritt am Samstag auf. Im Bereich der Musikgruppen gibt es ein Gamer- und Spielezelt, es wird Siebdruck angeboten und für die jungen Gäste Kinderschminken. Dazu werden veganes und nicht veganes Essen serviert, darunter das Fleischgericht Pulled Pork und Polani, afghanische frittierte Teigtaschen mit Gemüse. An einer Bierbar ist zudem Ausschank mit Musik.

Organisiert wird das Festival von der alternativen Burgstraße Rochlitz, der Szene Rochlitz, der Alten Schmiede Rochlitz, dem Treibhaus Döbeln und weiteren Mitstreitern. Unterstützt werden sie von kleinen Unternehmen und Privatpersonen der Region, etwa durch Sachspenden. Feste Eintrittspreise gibt es nicht, die Veranstalter wollen die kleine Subkultur unabhängig vom Geldbeutel für alle erlebbar machen, heißt es. Gehofft wird auf Spenden.

Einen Strich durch die Planung könnte in diesem Jahr die Trockenheit machen. Falls am Freitagmorgen Waldbrandstufe 4 vorliegt, müsste das Festival abgesagt werden, hatte Wechselburgs Bürgermeisterin Renate Naumann (CDU) angekündigt. Gestern herrschte Warnstufe 2. "Wir sind optimistisch", so Axel Günther. (mit fpe)


Bands und DJs unterhalten an zwei Tagen - Zelten auf dem Areal möglich

Am Freitag beginnt das Festival um 18 Uhr, am Samstag ist ab 16 Uhr Programm.

Zu den Bands, die am Freitag auftreten, gehören Nöurväna, Built under Surface und Victims of Classwar. An diesem Tag legen darüber hinaus unter anderem die DJs Cubit & Szenegal, EASE und Kordelium auf.

Am Samstag betreten zum Beispiel The Dorks, Triekonos und Broke die Bandbühne. Zu den DJs an diesem Tag gehören Das Tapfere Schneiderlein, Friedrich Fridolin und Mr. Mojo.

Das Festival-Gelände ist mit dem Auto, aber auch mit dem Bus erreichbar. In einem gekennzeichneten Bereich kann gezeltet werden. Fließendes Wasser gibt es nicht, es muss bei Bedarf selbst mitgebracht werden. Weitere Informationen gibt es im Internet unter:

treibsand-freiland.de

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