A380-Airbus von Qantas zur Umrüstung in Dresden gelandet

Dresden (dpa/sn) - Ein Exemplar des größten Passagierjets der Welt ist am Sonntag in Dresden gelandet. Der Airbus A380 der australischen Fluggesellschaft Qantas soll in den Elbe Flugzeugwerken (EFW) umgerüstet werden. Durch den Kabinenumbau können künftig mehr Sitze in der Premium Economy und der Business Class angeboten werden, hieß es. Bis Ende 2020 soll das Upgrade der Qantas Langstrecken-Flotte abgeschlossen sein. In Dresden werden neun Maschinen umgerüstet, zwei wurden bereits Ende 2019 geliefert. Eine davon flog ohne Zwischenlandung von Dresden nach Sydney und absolvierte nach 18,5 Stunden und 16 105 Kilometern den längsten Direktflug eines A380.

Die Elbe Flugzeugwerke sind ein Joint Venture von ST Engineering (Singapur) und Airbus. EFW zählt weltweit zu den wenigen Unternehmen, die Expertise bei der Wartung des Airbus A380 haben. Zudem hat das Werk in Dresden bereits zahlreiche Kabinenumrüstungen an Airbus- Mustern vom A320 bis hin zum A340 für internationale Airlines ausgeführt. Das Unternehmen hat rund 1600 Mitarbeiter und erzielte 2018 einen Umsatz von knapp 300 Millionen Euro.

Der A380 ist ein vierstrahliges Flugzeug mit zwei durchgehenden Passagierdecks. Er gilt als das größte in Serie produzierte zivile Verkehrsflugzeug der Welt. Je nach Airline und Betreiber ist die Kabine unterschiedlich ausgebaut und kann maximal 853 Menschen befördern. Mit der Modifikation in Dresden will Qantas 485 Passagieren Platz geben. 2021 wird Airbus den letzten A380 ausliefern und die Produktion einstellen. Grund dafür ist eine mangelnde Nachfrage. Föuggeselschaften setzen lieber kleinere Flugzeuge ein.


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