Ausbau der Windkraft kommt in Sachsen zum Erliegen

Lange Genehmigungsverfahren, viele Klagen, Proteste am Ort geplanter Anlagen - der Ausbau der Windenergie stockt nicht nur im Freistaat, sondern bundesweit. Klimaziele sind in Gefahr. Was tun?

Chemnitz/Berlin.

Im ersten Halbjahr 2019 ist in Sachsen kein einziges Windrad neu ans Netz gegangen. Damit produzierten im Freistaat zum Stichtag 30. Juni 894 Anlagen Strom. Zum Jahreswechsel war es noch eine Maschine mehr. Das geht aus Zahlen hervor, die Hans-Jürgen Schlegel von der Vereinigung zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien ermittelt hat. Demnach werden bis Jahresende voraussichtlich lediglich sechs Anlagen im Freistaat neu errichtet worden sein, nachdem es im vergangenen Jahr 17 waren. Dabei müssten nach Einschätzung der Grünen bis zum Jahr 2030 jährlich 40 bis 65 Anlagen der modernsten Bauart netto hinzukommen. Und das wäre nur die Hälfte des nötigen Erzeugungszuwachses, um die Klimaschutzziele des Bundes zu erreichen. Denn bis 2030 soll der Ökostrom-Anteil am Stromverbrauch auf über 65 Prozent steigen. Im ersten Halbjahr 2019 lag er nach Berechnungen des Energieverbandes BDEW bundesweit bei 44 Prozent. In Sachsen betrug er im vergangenen Jahr laut Energieagentur Saena 22,9 Prozent.

Doch auch bundesweit stockt der Ausbau der Windenergie. Im ersten Halbjahr kamen netto nur 35 Windräder hinzu. Der Nettozuwachs an installierter Leistung betrug 231 Megawatt. Das ist so wenig wie noch nie seit Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im Jahr 2000.

Hauptgründe für den Einbruch sind nach übereinstimmender Analyse von Verbänden und Experten fehlende Flächen, Klagen gegen weitere Windräder, langwierige Genehmigungsverfahren und vorgeschriebene Mindestabstände zu Drehfunkfeuern der Flugsicherung. Deshalb hat sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Donnerstag bei einem Windkraft-Gipfel mit Länderchefs, der Branche, Umweltverbänden und Windkraftgegnern über mögliche Wege aus der Krise beraten.

Bund und Länder wollen nun in den kommenden Monaten ein Maßnahmenpaket erarbeiten, um den schleppenden Ausbau der Windkraft an Land wieder zu beschleunigen. Ziel sei es, wie beim Atom- und Kohleausstieg einen "nationalen Konsens" zu erreichen, sagte Altmaier nach dem Treffen. Bei folgenden Gesprächen soll es etwa darum gehen, wie mehr Flächen für Windkraftanlagen ausgewiesen und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden können. Mit Blick auf die kriselnde Windindustrie und drohende Jobverluste sagte Altmaier: "Wir möchten, dass diese Branche erhalten bleibt und dass sie eine Zukunftsperspektive hat."

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) sagte, bei der Konferenz der Energieminister von Bund und Ländern im Dezember müssten konkrete Punkte vorgelegt werden. Es sei keine Zeit zu verlieren. Das Treffen am Donnerstag sei erst ein Auftakt gewesen.

Mit Blick auf Windkraftgegner erklärte er, der Ausbau der erneuerbaren Energien sei keine Belastung, sondern eine Chance. Bürger und Kommunen müssten aber mehr an Windparks beteiligt werden. Der Präsident des Bundesverbandes Windenergie, Hermann Albers, sagte, im zweiten Halbjahr 2020 müsse sichtbar werden, ob die Maßnahmen wirken.


Wie die Windkraft beflügelt werden soll 

CDU will Anreize zum Repowering schaffen - SPD und Linke für stärkere Bürgerbeteiligung - AfD gegen Ausbau 

Sachsen hinkt beim Ausbau der Windkraft im Bundesvergleich hinterher. Doch auch bundesweit geht es an Land nur schleppend voran. "Freie Presse"-Redakteur Jürgen Becker erklärt, wie gegengesteuert werden soll.

Wie steht es um die Windkraft in Sachsen?

Im Freistaat droht nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums bis zum Jahr 2031 rund zwei Dritteln der derzeit 894 Anlagen das Aus. Grund dafür ist der sukzessive Wegfall der vom Gesetzgeber garantierten relativ hohen Einspeisevergütung. Denn die meist ertragsärmeren Anlagen älterer Generationen werden bei neuen Ausschreibungen der Bundesnetzagentur keine Chance haben, weil nur noch die günstigsten Stromproduzenten einen Zuschlag erhalten. Zudem befinden sich mehr als ein Viertel der Windräder außerhalb heutiger Eignungs- und Vorranggebiete. Dort wird keine Anlage mehr aufgestellt werden dürfen. Nach Prognosen der Grünen wird deshalb die im Freistaat erzeugte Energiemenge aus Windkraft bis Ende 2025 um zwei Drittel sinken.

Was müsste passieren, damit Sachsen die Klimaziele erreicht?

Um bis zum Jahr 2030 das Ziel der Bundesregierung von 65 Prozent Ökostromanteil am Bruttostromverbrauch zu erreichen, muss die Erzeugung aus erneuerbaren Energien, die heute etwa 6 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr beträgt, jährlich um etwa eine Milliarde Kilowattstunden auf 17 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2030 erhöht werden. Dazu wäre nach Angaben der Grünen ein jährlicher Nettozubau von etwa 40 bis 65 Anlagen der heute modernsten Bauart erforderlich, wenn die Windenergie die Hälfte des nötigen Erzeugungszuwachses zu tragen hätte und die andere Hälfte vor allem durch Fotovoltaik-Zubau erbracht würde.

Gibt es dafür genug Potenzial?

Laut einer Analyse der Energieagentur Saena könnte die Windkraft rund ein Drittel des Bruttostromverbrauchs im Freistaat decken. Dazu müssten bis zum Jahr 2030 aber an 195 Standorten 525 hypermoderne Anlagen, die jeweils 229,5 Meter in die Höhe ragen, neu errichtet werden. Die würden sich auch mit den derzeit in den Ausschreibungsverfahren erzielbaren Strompreis-Zuschlägen für die Betreiber rechnen, wie die Saena ermittelt hat. Allerdings seien dafür derzeit nicht genug geeignete Flächen ausgewiesen, sodass zusätzlich gut ein Prozent des sächsischen Waldes gerodet werden müsste. Hans-Jürgen Schlegel von der Vereinigung zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien hält das aber für unnötig. Sein Verband fordert, zwei Prozent der Landesfläche für die Windkraft freizuhalten. In der Praxis wäre der Flächenbedarf wegen der großen Abstände zwischen den Anlagen neuester Generation, die weiterhin bewirtschaftet werden könnten, deutlich geringer, sagt er.

Wie sieht das die Politik?

Die CDU hält grundsätzlich die Ausweisung von Vorranggebieten über Wald für denkbar, knüpft daran aber Bedingungen. So müssten unter anderem die Waldart, naturschutzrechtliche Vorgaben und der Brandschutz berücksichtigt werden. Zudem spricht sich die CDU sowohl bei Flächenausweisung als auch im Genehmigungsverfahren für Anreize aus, um alte durch neue Anlagen zu ersetzen. Zugleich pocht sie aber auf Abstandsregelungen, "die den Bedürfnissen der Bürger und deren Gesundheit Rechnung tragen".

Welche Vorschläge gibt es darüber hinaus aus Sachsen?

Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Brangs (SPD) will mehr Bürger und Kommunen an den Windkraft-Gewinnen beteiligen, um die Akzeptanz zu erhöhen. So könnten der Fußballclub und andere gemeinnützige Vereine auch in kleinen Kommunen finanziert und damit erhalten werden. "Der Freistaat Sachsen wird deshalb künftig in enger Zusammenarbeit mit der Saena die Beratungsmöglichkeiten für Gemeinden und lokale Akteure verbessern", kündigt Brangs an. Der energiepolitische Sprecher der SPD, Jörg Vieweg, schlägt darüber hinaus eine "Kompetenzstelle Klimaschutz und Energiewende" vor, die helfen soll, einen fairen Interessenausgleich zwischen Bürgern, Anwohnern und Windradbetreibern zu finden. Zudem will die SPD in den sächsischen Braunkohlerevieren den großflächigen Ausbau von Windkraft und Fotovoltaik vorantreiben. Die AfD ist generell gegen den Bau neuer Windräder. Die Linke will hingegen die Bürger nicht nur finanziell stärker an den Anlagen beteiligen, sondern sie auch mehr in deren Planung einbinden.

Was hat der "Windgipfel" am Donnerstag in Berlin gebracht?

Konkrete Ergebnisse gab es nicht. Frühestens ist damit bei der nächsten Konferenz der Energieminister von Bund und Ländern im Dezember zu rechnen. Bund und Länder haben aber verabredet, ein Maßnahmepaket zu erarbeiten. Dabei soll es etwa darum gehen, mehr Flächen für Windkraftanlagen verfügbar zu machen und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Außerdem soll die Akzeptanz von Windparks erhöht werden, etwa über mehr Beteiligung von Bürgern und Kommunen an Windparks. An geplanten Windrad-Standorten gibt es zahlreiche Bürgerinitiativen. Diese äußern zum Teil aber Fundamentalkritik, fordern eine Verschärfung der Vorgaben, wie weit weg Windräder von Wohnhäusern gebaut werden dürfen, oder dass der Wald zur "Tabuzone" für Windkraft erklärt werden müsse.

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20Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    5
    ths1
    07.09.2019

    Ausbau der Windkraft kommt in Sachsen zum Erliegen - die beste Überschrift, die ich heute gelesen habe.

  • 6
    5
    gelöschter Nutzer
    07.09.2019

    @franzuto die haben sich vor ultimo schon
    geirrt mit diesen Windmühlen und dem zu mahlendem Korn. Der Irrtum, das Böse von Anfang an. Und wie die Aussahen die holländischen Mühlen.
    Viele fanden und finden sie nicht schlecht.
    Wind ist doch als Energie ganz einfach da.
    Immer da. Es wäre doch schade, sie nicht zu nutzen. Und regional. Einfach gedacht, logisch gedacht, muss das gelingen. Immer
    besser gelingen. Diese Ablehnung ist nicht
    zu verstehen.

  • 5
    5
    franzudo2013
    07.09.2019

    Es ist ein schlechter Witz, wenn ein Grüner den Niedergang des Energielandes Sachsen beklagt. Die Grünen und ihr politisches Umfeld machen gerade in den Braunkohlerevieren das Licht aus.
    FP, warum verschwinden hier Kommentare?

  • 3
    3
    franzudo2013
    06.09.2019

    Bürgerenergie, machen Sie doch mal die Augen auf. Es ist weder widersinnig noch schädlich, keine Windräder zu bauen. Sie sind gefangen in ihrer Ideologie. Windenergie ist in Summe Unsinn. Ausnahmen sind dezentrale kleine Lösungen. Es ist auf jeden Fall keine Lösung für den Exportweltmeister Deutschland.
    Die Energiewende ist gescheitert. Neue Konzepte müssen auf den Tisch.

  • 6
    6
    bürgerenergie
    06.09.2019

    Doch schauen wir mal auf diese Harvard-Studie. Lt. Heise äußert sich Harvard-Forscher Keith u.a. dazu:
    "... ihm sei klar, dass die Studie fehlinterpretiert werden könnte – und zwar durch solche Personen, die versuchten, den breiten Rollout von Windkraftanlagen zu verhindern." Damit meinte er wohl Exxon Mobile und die denen hörige Politik?
    Aber das genau erleben wir jetzt auch hier in den Kommentaren.
    Dabei ist es so, dass bei der Windkraft - anders als bei fast allen anderen wirtschaftlichen Betätigungen - jeder noch so kleine Effekt aufs Genaueste hinterfragt wird.
    So kommt die Studie zum (ebenfalls kritisch hinterfragten) Ergebnis, dass bei einer massiv, x-fach erhöhten Windkraftnutzung in den USA sich die Temperatur um 0,24 Grad erhöhen würde. Von dieser Nutzungsintensität ist niemals auszugehen, zumal auch der Solarstrom inzwichen extrem günstig ist. Aber selbst wenn, dann wäre dies ein geringer Anteil gegenüber der CO2-bedingt nahezu ins Unermessliche steigenden Temperatur (mind. wohl 3 Grad). Bereits jetzt sind wir bei etwa 1,2 Grad Anstieg angekommen!

  • 4
    4
    Einspruch
    06.09.2019

    Das der Bürger ähnlich wie bei den Akkus für E Mobile und Energiesparlampen oder dem Netz als Speicher auch bei Windkraftanlagen oft nur mit Halbwahrheiten oder Unsinn gefüttert wird, scheint System zu sein .
    Abgesehen davon ,das ich wie schon des öfteren erwähnt, mehr stehende als sich drehende Windkraftanlagen sehe, wenn ich herumkomme, ist die Effizienz offenbar vernichtend. Rund ein Achtel der installierten Leistung wird meist nur gewonnen.
    Zu diesem Ergebnis kamen die Physiker der Uni Heidelberg, deren Beitrag ich auch schon mal erwähnt hatte. Im Netz gibt es dazu auch andere Beiträge, die dasselbe aussagen.

  • 6
    5
    bürgerenergie
    06.09.2019

    @franzudo2013: Vollkommen korrekt müssten Sie dann schreiben: "Sachsen und das Erzgebirge machen alles richtig, indem sie garnichts mehr tun."
    Vielleicht merken Sie ja jetzt, wie widersinnig und auch insgesamt schädlich Ihre Aussage ist? Wie kann ein Nichtaufzeigen von Lösungen bei der wesentlichen Frage des "Antriebs für gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben" richtig sein? Denn ohne Energie geht NICHTS!

  • 6
    6
    franzudo2013
    06.09.2019

    Harvard University 2018 veröffentlicht in der Zeitschrift Joule.
    Sachsen und das Erzgebirge machen alles richtig indem sie keine Windraeder aufstellen.

  • 4
    6
    Blackadder
    06.09.2019

    @franzudo: DIE Studie will ich sehen!

  • 6
    2
    Malleo
    06.09.2019

    Ich verstehe die Aufregung wirklich nicht.
    Mit den 35.000 entlassenen Mitarbeitern stehen dem Markt sehr gute Fachkräfte zur Verfügung und außerdem kommt doch der Strom(wie auch die Sicherheit) aus der Steckdose.
    Wenn die E-Produktion bei VW in Zwickau richtig loslegt, fliegen auch bei Zulieferern (3500 Teile zu 500 Teile, konventionelles zu E- Auto)auf die Straße.

  • 3
    5
    franzudo2013
    06.09.2019

    Das ist zumindest Inhalt einer Studie. Erscheint mir logisch. Die Energie des geernteten Stroms ist ja dann nicht mehr Atmosphäre und ändert dort die Luftbewegung. Subjektiv empfunden, haben wir Wetterlagen konstanter als früher und damit weniger Wetterwechsel. Das verdunstete Wasser regnet ja nach wie vor wieder ab, offensichtlich aber weniger gut verteilt = Starkregen an wenigen Stellen.

  • 4
    4
    Tauchsieder
    06.09.2019

    Physikalisch gesehen kann man nichts gegen die Äußerungen von "franz....." einwenden. Die Wirkungsweise einer Windkraftanlage wirkt genau entgegen einem Ventilator.
    Viel entscheidender jedoch ist der Fakt, dass am Insektensterben die Windkraft einen entscheidenden Beitrag leiste. Nach einer Modellrechnung des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik beziffert die Zahl der durch Windräder in Deutschland getöteten Fluginsekten während der warmen Jahreszeit auf 5,3 Milliarden pro Tag. Das sind etwa1.200 Tonnen tote Insekten pro Jahr. Darüber hinaus sehen die Wissenschaftler auch eine negative Auswirkung auf die Windkraftanlagen durch die Kollision mit Insekten. Es gebe einen Zusammenhang zwischen den Insektenresten an den Rotorblättern und der nachlassenden Leistungskraft der Windkraftanlagen, so die Studie. Die Energieverluste unter anderem durch Strömungsabrisse betragen demnach bis zu 50 Prozent der eigentlichen Leistungskraft der Anlagen. Das zum Thema "grüner" Strom.

  • 6
    8
    Blackadder
    06.09.2019

    @franzudo: "Es wird gerade berichtet, dass Windraeder für die Klimaerwaermung verantwortlich sind, weil sie Windgeschwindigkeiten verringern und den Luftwechsel bremsen."

    Ist das Ihr Ernst? Das ist Satire oder?

  • 12
    6
    bürgerenergie
    06.09.2019

    Ja, auch die Diskussion hier zeigt, warum wir gerade in Sachsen drauf und dran sind, die Rolle als Energieland fast komplett zu verlieren. Wir werden bald nur noch mit sehr sehr wenig Erzeugungskapazität dastehen. Vom Strom-Ex- zum Importeur werden. Die Braunkohlekraftwerke werden vom Netz gehen - vor allem aus wirtschaftlichen Gründen und das weit weit vor 2038. Zur Windenergie wurde durch die Nicht- bzw. Gegen-Kommunikation durch sächsische CDUler vorort und sächsische FDP der Boden so richtig verbrannt. Und in den (meisten) Kommunen wird sehr viel getan, um mit bürokratischen und technokratischen Hemmnissen die Verbreitung der Fotovoltaik zu be- und zunehmend verhindern. Von einer Beispielwirkung der (meisten) Kommunen oder gar der Energieversorger kann keine Rede sein.

    Zwischenergebnis: Die Braunkohleverstromung brach in 2019 gegenübber dem Vorjahr um zig Prozentpunkte ein. Allein die des Kraftwerks Lippendorf hat sich im Sommer gegenüber dem Vorsommer mehr als halbiert (Quelle: Energy Charts). Zugleich gab es keinen auch nur im geringsten relevanten Zubau an Windkraftanlagen. Wie hoch ist der Verlust an Wertschöpfung allein binnen Jahresfrist?

    Eine verantwortliche Energiepolitik sieht jedenfalls anders aus. Und ja, diese kann wahrscheinlich nur durch eine starke Dezentralität, eine Vielzahl von Kleinanlagen wiederbelebt werden ... durch wenn auch zunächst nur geringen Zubau, dann trotzdem einen nennenswerten Wandel in den Köpfen möglichst vieler Menschen.

    Atomenergie dagegen ist wohl nicht wirklich die Alternative für Sachsen? Oder wer bitte möchte einen Meiler im eigenen Ort? Interessenten bitte melden und am besten gleich verbunden mit der geklärten Kühlwasserfrage, besonders in den heißen Sommermonaten. Realistisches Inbetriebnahmedatum solch eines Meilers?

  • 5
    6
    Tauchsieder
    06.09.2019

    Das verstehen sie und ich und ein paar weitere, aber ob die es verstehen, die Freitags immer frei machen, ..... ?
    Mit einer Mauer wäre dies vielleicht möglich !?

  • 11
    6
    saxon1965
    06.09.2019

    @Tauchsieder: Dazu kommt noch, dass durch den Ausstieg aus der Atomstromgewinnung, unsere Sicherheit keinen Deut besser geworden ist oder sollten Atomare Wolken das Einzige sein, was an Staatsgrenzen Halt macht?

  • 17
    6
    Tauchsieder
    06.09.2019

    Das ist das Ergebnis, wenn dem Bürger von oben etwas übergestülpt, oder aufgedrückt werden soll. Die einsame und nicht bis zum Ende durchdachte Entscheidung Merkels 2011 sollen jetzt die Bürger ausbaden. Das sich da Widerstand bildet ist doch völlig normal. Die Bürger wurden damals nicht gefragt, somit kann die Politik auch keine Unterstützung aus dieser Richtung erwarten. Keiner glaubt diesem Geschwafel, dass D damit die Welt rettet, oder irgendeinen entscheidenden Beitrag dazu leistet. Eine Geldumverteilung von unten nach oben, auf dem Rücken der Bürger ist lediglich die Folge (siehe CO² Steuer etc.). Solche Sprechblasen, wie den Bürger an den Gewinnen zu beteiligen, sind doch schon von vorn herein zum Scheitern verurteilt, z.B. an den Eigentumsverhältnissen.

  • 10
    2
    DTRFC2005
    06.09.2019

    @saxon1965: Da haben Sie völlig ins Schwarze getroffen mit Solar auf den Dächern. Diese müssten natürlich immer fein gewartet werden. Als alternativer Zusatz aber auf jeden Fall mehr als nur eine Überlegung wert.

  • 18
    3
    saxon1965
    06.09.2019

    "Ziel sei es, wie beim Atom- und Kohleausstieg einen "nationalen Konsens" zu erreichen..." doch nicht etwa mit den Bürgern? Will man etwa den Souverän mit einbeziehen, womöglich mit Volksentscheiden? Das wäre ja mal was!
    Bürgerbeteiligung? Warum nicht die Stromerzeugung und -Nutzung gleich dezentralisieren? Eigen produzierter Strom ist billiger, weil nicht noch Konzerne plus Staat mitverdienen und hat eine höhere Akzeptanz. Warum nicht jedes Dach mit Fotovoltaik versehen, besonders die öffentlichen Gebäude?
    Und Hände weg vom Wald, was ja ein Widerspruch par excellenze ist!

  • 12
    7
    Hinterfragt
    06.09.2019

    Doof nur, dass gerade diese Gegner auch vehement gegen die Kohle.-/ Gasverstrohmung und Atomkraft sind.



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