BDI-Chef: Vorfälle in Chemnitz schaden Wirtschaft

Berlin (dpa) - Industriepräsident Dieter Kempf ruft Unternehmer dazu auf, sich zum Schutz des Rufs Deutschlands weltweit gegen Fremdenfeindlichkeit auszusprechen. «Die jüngsten Nachrichten und Bilder aus Chemnitz sind unerträglich. Sie verzerren das Bild Deutschlands, sie schaden dem hohen Ansehen unseres Landes in der Welt», sagte der Präsident der Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Sachsen müsse unbedingt verhindern, dass sich solche Vorfälle wiederholten. «Sachsen ist ein moderner Industriestandort, der dringend Fachkräfte und Talente sowohl aus Deutschland wie aus dem Ausland benötigt. Die Vorgänge in Chemnitz sind keine Werbung dafür», erklärte Kempf. «Auch Unternehmerinnen und Unternehmer müssen klar machen, dass für Hetze und Fremdenfeindlichkeit kein Platz ist in einem modernen Land.» In Chemnitz war es nach dem Tod eines Deutschen und der Festnahme zweier Ausländer zu Ausschreitungen gewaltbereiter Neonazis mit Attacken gegen Ausländer gekommen.

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