Deutlich mehr Menschen an Sachsens Seen tödlich verunglückt

Boxberg/Dresden (dpa/sn) - In den Gewässern in Sachsen sind im Rekordsommer des vergangenen Jahres 23 Menschen bei Unfällen ums Leben gekommen. Das waren verglichen mit den Vorjahren deutlich mehr, teilte die DRK Wasserwacht Sachsen am Samstag in Boxdorf in der Oberlausitz mit. 2016 seien 18 Menschen tödlich verunglückten, 2015 waren es sogar nur 12. Joachim Weiß von der DRK Wasserwacht sprach von einer «alarmierenden Veränderung». Die Entwicklung habe trotz des Engagements von mehr als 5300 Ehrenamtlichen und 63 200 Einsatzstunden der Wasserwacht nicht aufgehalten werden können.

Der Anstieg spreche dafür, dass die Wasserrettungsstrukturen vor allem die touristischen Zentren an Sachsens Seenlandschaft dringend ausgebaut werden müssten, sagte Weiß. Von den 35 ausgewiesenen EU-Badegewässern in Sachsen sei nicht einmal jeder zweite adäquat bewacht, um sicher baden gehen zu können.

Die Verantwortlichen müssten umdenken, sagte Weiß. «Fragt man die Menschen, dann liegt ihnen die Bewachung der Badestellen und eine Möglichkeit zur Ersten Hilfe sehr am Herzen. Vielen ist ein realer Rettungsschwimmer am Badestrand wichtiger als eine WLAN-Verbindung oder eine neue perfekt in Szene gesetzte Promenade.»

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