Erstmals Goldschakal in Sachsen nachgewiesen

Dresden (dpa/sn) - Erstmals ist ein Goldschakal in Sachsen nachgewiesen worden. Das Raubtier war am 30. März dieses Jahres auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz im Landkreis Görlitz in eine Fotofalle getappt, wie das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) am Freitag mitteilte. Dass es sich bei dem Tier um einen Goldschakal handelt, habe das Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland (LUPUS) offiziell bestätigt. Vergleichsaufnahmen vom gleichen Kamerastandort hätten belegt, dass das fotografierte Tier größer als ein Rotfuchs und kleiner als ein Wolf gewesen sei.

Der Goldschakal (Canis aureus) ist besonders geschützt. Seit 1996 wurden laut LfULG Einzeltiere in einer Braunkohlefolgelandschaft im Süden Brandenburg sowie in Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein nachgewiesen. Am 1. August war zudem erstmals auch in Thüringen zweifelsfrei ein Goldschakal gesichtet worden. Das Raubtier war von einer Fotofalle im Nationalpark Hainich aufgenommen worden.

Der Goldschakal ist in Asien und Südosteuropa verbreitet. In der Balkanregion wurde er fast ausgerottet. Inzwischen hat sich der Bestand erholt. Siedlungsgebiete sind Bulgarien, Rumänien, Serbien, Italien, Slowenien, Österreich, Ungarn und die Slowakei. Die scheuen Goldschakale besiedelten bevorzugt verbuschtes Gelände mit Versteckmöglichkeiten und ernähren sich von kleinen Säugetieren, Früchten und Aas. Das Raubtier stellt laut LfULG keine Gefahr für Menschen dar.

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