Festung Königstein zeigt Wippbrücke in Aktion

Dresden (dpa/sn) - Die Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz zeigt zum internationalen Museumstag an diesem Sonntag ihre Wippbrücke in Aktion. Die Mechanik aus dem Jahr 1886 funktioniere bis heute, teilte die Verwaltung der Festung am Mittwoch mit. Die sogenannte Rote Brücke am Fuß der Festung war die erste Verteidigungseinrichtung der monumentalen Wehranlage. Im Angriffsfall hätte sie binnen Sekunden hochgeklappt werden können.

Die Festung Königstein erhebt sich knapp 250 Meter hoch über der Elbe und gehört zu den schönsten Anlagen ihrer Art in Europa. Auf dem 9,5 Hektar großen Festungsplateau befinden sich mehr als 50 Bauwerke verschiedener Epochen. Den Sachsen diente die Festung nicht nur als Wehranlage, sondern auch als Gefängnis und Ort höfischer Repräsentation. Kurfürst August der Starke hatte hier in einem Weinkeller ein riesiges Weinfass, das 240 000 Liter fassen konnte.

Ein Verein widmet sich seit 1991 der Erforschung der Bergfestung und fördert Projekte. Er half unter anderem bei der Freilegung verschütteter unterirdischer Räume und bietet auch Führungen zu besonderen Anlässen. Die Vorführung der Wippbrücke erfolgt gleichfalls in Regie des Vereins.

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