Georg Unland kehrt an Freiberger Uni zurück

Dresden/Freiberg.

Im Dezember nahm Georg Unland (CDU) Abschied von der Landespolitik. Es war klar, dass er mit der Übernahme des Ministerpräsidentenamtes durch Michael Kretschmer (CDU) nicht mehr als Finanzminister zur Verfügung stehen würde. Unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit ist der 64-Jährige mittlerweile an seine alte Wirkungsstätte in Freiberg zurückgekehrt: Seit 1. April ist er wieder als Professor an der TU Bergakademie tätig, wie die Hochschule auf Anfrage der "Freien Presse" bestätigt. Er hat Forschungs- und Lehraufgaben als Professor am Institut für Aufbereitungsmaschinen übernommen - und hält bereits einige Vorlesungen über Grob- und Feinzerkleinerungsmaschinen im aktuellen Sommersemester.

"Es war eine freie Entscheidung der Universität, uns wieder die Mitarbeit von Herrn Unland zu sichern", sagt Rektor Klaus-Dieter Barbknecht zur Personalie. "Da Herr Unland einer der besten Fachleute auf seinem Gebiet ist, ist diese Entscheidung überaus leichtgefallen. Die TU Bergakademie kann von seiner Expertise nur profitieren." Darüber, wie lange sich die Bergakademie die Dienste von Unland gesichert hat, gibt die Bergakademie mit Verweis auf den Datenschutz keine Auskunft.

Unlands erste Karriere an der Freiberger Universität startete im Jahr 1993, als er dort eine Professur übernahm. Im Februar 2000 wurde er zum Rektor gewählt. In dieser Funktion fiel er auch dem damaligen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) auf, der ihn 2008 ins sächsische Kabinett berief. Mehr als neun Jahre führte Unland das Finanzministerium - und sorgte für Reibung: Koalitionäre, aber auch Oppositionspolitiker warfen ihm oft vor, zu sehr auf Sparpolitik zu setzen. (kok)

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