Görlitzer Wolf streift durch den Müritz-Park

In Sachsen erster Isegrim im Gebiet um Altenberg gesichtet

Schwerin/Rietschen.

Eine Wölfin aus einem Rudel in Sachsen hat den Müritz-Nationalpark für sich entdeckt. Laut dem Umweltministerium in Schwerin hat das die Untersuchung von Fährten, Kot und Urin ergeben. Laut dem Koordinator für das Wolfsmonitoring in Mecklenburg-Vorpommern stamme das Tier aus einem Rudel bei Görlitz. Seite 2002 gebe es immer wieder Nachweise für einzelne Wölfe im Müritz-Nationalpark, allerdings sei bisher keiner dauerhaft in dem 32.000 Hektar großen Schutzgebiet geblieben.

Sachsen muss sich indes über den Auswanderer nicht grämen. Denn stattdessen ist nun erstmals bei Altenberg (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) ein Isegrim gesichtet worden. Das Tier tappte vor einigen Tagen auf einer Waldlichtung in eine Fotofalle, wie das Kontaktbüro "Wölfe in Sachsen" in Rietschen mitteilte. Es gebe allerdings noch keinen Hinweis darauf, ob der Wolf dauerhaft in der Region bleibt. Dazu müsse man einige Monate abwarten. Im Landkreis Bautzen wurde derweil ein Wolfsrüde von einem Auto überfahren. In dem Areal waren schon seit vergangenem November vereinzelt Wölfe gesichtet worden. Experten versuchen weiterhin zu klären, ob Tiere in der Gegend um die Massenei sesshaft geworden sind. Laut Kontaktbüro sind in 17 Territorien Sachsens 15 Wolfsrudel, drei Paare und ein Einzeltier nachgewiesen. Von Problemwolf Pumpak fehlt weiter jede Spur.

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