Günther: Geldzahlung kann Akzeptanz für Erneuerbare erhöhen

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Dresden.

Sachsens Energieminister Wolfram Günther (Grüne) hat sich dafür ausgesprochen, die Akzeptanz für erneuerbare Energien durch einen finanziellen Anreiz zu erhöhen. Anlagenbetreibern sei es möglich, den Standortgemeinden bis zu 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde zu zahlen, erklärte er am Sonntag in Dresden. Auf diese Weise könnten Kommunen bei einer typischen neuen Windenergieanlage - abhängig von den Windverhältnissen und technischen Parametern - mit jährlichen Einnahmen in einer Spanne zwischen 20.000 und etwa 40.000 Euro für jede Anlage rechnen.

«Wenn Klimaschutz gelingen soll, brauchen wir Akzeptanz für die erneuerbaren Energien. Wichtige Grundlage ist eine gute, frühzeitige Kommunikation auch über eine mögliche finanzielle Teilhabe der Gemeinden», betonte der Minister. Bei fünf neuen Windrädern können jährlich 100.000 Euro und mehr in die Gemeindekassen fließen, die dann beispielsweise für Kitas und Schulen, für Grünanlagen, die Sanierung von Gehwegen oder die Bibliothek zur Verfügung stünden. «Das ist für viele Kommunen ein spürbarer Mehrwert.» Kommunen und Betreiber sollten sich deshalb in gemeinsamen Interesse zusammentun und die Beratungsangebote der sächsischen Energieagentur nutzen.

Nach Angaben des Ministeriums können seit 2021 auch Betreiber von Photovoltaik-Freiflächenanlagen die Standortgemeinden am Ertrag beteiligen. (dpa)

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