Hitze: Auswirkung auf Grönlands Eisschild wird untersucht

Dresden (dpa/sn) - Sieben Wissenschaftler und Geodäsie-Studenten der Technischen Universität Dresden starten eine dreiwöchige Expedition nach Grönland zur Untersuchung der Erdkruste. Sie wollen untersuchen, wie sich das extreme Wetter der vergangenen Zeit auf den Eisschild ausgewirkt hat, hieß es in einer Mitteilung vom Freitag. Am 26. August fliegen die Projektteilnehmer dafür in den Westen der größten Insel der Erde. «Wir werden in den kommenden Wochen an zwanzig Punkten präzise Messungen zur geodätischen Bestimmung, also Breite, Länge und Höhe der einzelnen Positionen durchführen», sagte Projektleiter Mirko Scheinert.

Sich ändernde Höhen weisen darauf hin, dass sich die Erdkruste hebt oder senkt. Da die Kruste nicht starr ist, verformt sie sich durch schwankende Eismassen. Das Projekt könne so wichtige Erkenntnisse beisteuern, um die Entwicklung des Eisschilds in Zusammenhang mit der Klimaänderung besser zu verstehen, sagte Scheinert. Dazu würden sie Satellitensysteme wie GPS verwenden, mit denen auch Autos und Mobiltelefone navigiert werden. Es ist nach 2018 die zweite Feldmessung bei einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt.

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