Höcke wird sich zunächst nicht zu Vorwürfen äußern

Erfurt/Dresden (dpa) - Der Thüringer AfD-Fraktionschef und Gründer des völkischen «Flügels», Björn Höcke, will sich zu den Vorwürfen gegen ihn aus den Reihen seiner Partei zunächst nicht äußern. Das erklärte ein Sprecher des Thüringer AfD-Landesverbandes am Mittwoch auf Anfrage. In einem Appell hatten zahlreiche AfD-Funktionäre und Parteimitglieder Höcke unter anderem einen «exzessiv zur Schau gestellten Personenkult» vorgeworfen. «Die AfD ist und wird keine Björn-Höcke-Partei», heißt es in dem Appell, den auch mehrere Mandatsträger unterzeichneten. Höcke solle sich auf seine Aufgaben in Thüringen beschränken.

Höcke hatte bei einem «Flügel»-Treffen am Samstag unter anderem den Bundesvorstand der AfD scharf kritisiert. Seinen Anhängern rief er zu: «Ich kann euch garantieren, dass dieser Bundesvorstand in dieser Zusammensetzung nicht wiedergewählt wird.» Außerdem verlieh er ein «Flügel»-Abzeichen für treue Dienste.

Auch der sächsische AfD-Landesverband wollte die Debatte um den Appell nicht weiter kommentieren und hielt den Umgang mit Höckes Äußerungen für aufgebauscht. Offenkundig gehe es einigen in der Partei um ihren Machterhalt, hieß es auf Anfrage.

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2Kommentare
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  • 2
    1
    Zeitungss
    10.07.2019

    Die AfD sollte in ihren eigenen Reihen einmal Ordnung schaffen, über solche Personalien wie Höcke muss sich der einigermaßen geradlinige Bürger nun wirklich nicht den Kopf zerbrechen, außer dass es ihn gibt. Sein Flügel-Abzeichen kann er an irgend einen Baum nageln, selbst das wäre aber Schändung der Natur. Die Fangruppe dieses Herrn darf sich jetzt wieder oben RECHTS auslassen.

  • 1
    4
    Interessierte
    10.07.2019

    Dazu kam gerade in Beitrag um 12.46 ca. …..
    Ich glaube , es sitzt gerade wieder der Tim Daisinger am Mikrofon
    Und heute Vormittag ging es um die Meinung : Vergewaltigung durch 5 Kinder
    https://www.mdr.de/mediathek/radio/mdr-aktuell/mdr-aktuell-radio-zum-nachhoeren-100.html



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