IMK-Chef: Über schnellere Polizeialarmierung nachdenken

Magdeburg/Chemnitz (dpa) - Nach der rechtsextremen Gewalt in Chemnitz muss die Polizei aus Sicht von Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) über schnellere Alarmierungswege nachdenken. Die Vorfälle seien ein Beleg, dass die Mobilisierung gewaltbereiter Demonstranten dank sozialer Netzwerke sehr viel schneller gehe, sagte der amtierende Chef der Innenministerkonferenz der Deutschen Presse-Agentur. Da müsse die Polizei mithalten. Die Geschehnisse müssten genau ausgewertet und engere länderübergreifende Kooperationen beredet werden.

Am Sonntag und Montag hatten von Rechtsextremen und Hooligans dominierte Demonstranten in Chemnitz den Ton angegeben. Auf Internetvideos ist zu sehen, wie Jagd auf einzelne Migranten gemacht wurde. Am Montag wurden bei der Rechten-Demo und dem Gegenprotest 20 Menschen verletzt, darunter zwei Polizisten. Die Beamten hatten Mühe, die Situation unter Kontrolle zu halten.

Auslöser war ein Streit unter Männern auf dem Stadtfest gewesen, bei dem ein 35 Jahre alter Deutscher durch Messerstiche getötet wurde. Zwei Verdächtige aus dem Irak und Syrien sitzen in Untersuchungshaft.

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