Immer mehr Ältere machen bei "Fridays for Future" mit

In mehreren tausend Städten weltweit wurde am Freitag für den Erhalt der Lebensgrundlagen demonstriert. Längst nicht mehr nur Schüler gehen auf die Straße, wie sich auch bei den sächsischen Protestaktionen zeigte.

Chemnitz.

Auf den T-Shirts steht "Parents for future" (Eltern für Zukunft), einer trägt noch eine Ordnerbinde. Längst nicht mehr nur Schüler gehen bei "Fridays for future" auf die Straße. In Chemnitz, wo am Freitag 1500 Menschen durch die Innenstadt zogen, dürfte der Altersdurchschnitt der Teilnehmer gegenüber früheren Demonstrationen gestiegen sein. Zwischenziel erreicht: Was als Schul-"Streik" begann, ist zu einer politischen Bewegung geworden, die über ihre Ursprünge längst hinausgreift.

"Wir finden die Ziele der jungen Leute gut", sagt Thomas Groß, Architekt im Ruhestand und einer der "Parents for future". Seine eigenen, erwachsenen Kinder leben in Berlin, aber mit knapp 20 Mitstreitern der "Parents" in Chemnitz leistet Groß den Jüngeren gern Unterstützung. "Wichtig ist mir, dass es nicht zu einer politischen Radikalisierung kommt und die Demos friedlich bleiben", sagt Groß. Auch gestern zogen bei der Chemnitzer Demo wieder Kinder mit. Ausdrücklich ausgeschlossen wurden Vertreter der AfD und von Pro Chemnitz, die sich nach Veranstalterangaben unter die Teilnehmer hatten mischen wollen.

Chemnitz war bereits am ersten globalen Aktionstag für das Klima im März diesen Jahres mit 2500 Demonstranten beteiligt. Damals wirkten Wissenschaftler der Technischen Universität Chemnitz an einer europaweiten Befragung der Aktiven mit. Nach Angaben des Projektleiters Piotr Kocyba fiel vor allem der hohe Anteil an Demonstrantinnen auf, während bei anderen Protestaktionen das Geschlechterverhältnis eher ausgeglichen sei - mit Ausnahme etwa feministischer (mehr Frauen) oder rechtsextremistischer (mehr Männer) Demonstrationen. Dieses Mal ließ sich nach Augenschein kein auffälliges Geschlechterungleichgewicht bei der Klimademo feststellen. Mehrere Forscher der Technischen Universität gingen allerdings mit Tablets durch die Reihen und befragten Teilnehmer, um die Demo später wissenschaftlich auszuwerten.

Eine "Zubringerdemo" hatte in Chemnitz bevölkerungsreichstem Stadtteil begonnen - auf dem Kaßberg, wo es mehrere große Schulen gibt. Sie stieß im Zentrum zum Hauptzug. Auf Plakaten stand "Wir schwänzen nicht, wir kämpfen!", "Vater Staat tötet Mutter Erde" oder "Fischers Fritze fischt Plastik". Ein Redner kritisierte Tatenlosigkeit in der Politik und forderte den sofortigen Ausstieg aus der Kohleverstromung. Zugleich forderte er, "antikapitalistisch" zu denken: "Wir müssen auch gegen das System sein, dass uns hierher gebracht hat." Gabi Engelhardt von "Aufstehen gegen Rassismus" untermauerte die Kritik, indem sie sagte, dass die Menschen im globalen Süden bereits heute von Umweltschäden betroffen sind, die der Norden zu verantworten hat, in dem es seinerseits gravierende Ungerechtigkeiten gebe. Die "Klimaleugner" verortete sie bei rechtsextremen Politikern wie dem brasilianischen Staatschef Jair Bolsonaro, in Deutschland vor allem bei der AfD. Sie forderte, den Kampf gegen Klimawandel stärker mit dem "Kampf gegen Rechts" zu verbinden.

Auch in anderen Städten Südwestsachsens wurde am Freitag demonstriert. In Freiberg beteiligten sich auf Einladung zweier Kirchgemeinden rund 40 Leute an einer gemeinsamen Prozession. "Die Folgen des menschengemachten Klimawandels zu begrenzen, erfordert ein umgehendes und mutiges Handeln der ganzen Weltgemeinschaft", sagte Pfarrer Michael Stahl bei einer Andacht vor dem Freiberger Dom. "Wir stehen an der Seite derer, die sich für Gottes Schöpfung und für die Zukunft des Lebens auf dieser Erde einsetzen". An der Klimademonstration am Nachmittag auf dem historischen Obermarkt nahmen hunderte Menschen teil.

In Plauen versammelten sich rund einhundert Menschen verschiedenen Alters am Theaterplatz zu einem "Die-In", bei dem sich ein Großteil der Demonstranten auf den Postplatz legte und symbolisch "starb", um auf das Artensterben hinzuweisen. Danach zogen sie durch die Innenstadt. Eine Plauener Druckerei hatte 100 Baumwollbeutel mit Aufdruck "Fridays for Future Plauen" gestiftet, sagte Kristin Franke, eine der Organisatorinnen.

In Zwickau zogen mehr als 300 Demonstranten durch die Innenstadt, darunter auch eine Handvoll "Parents for future", die zum ersten Mal öffentlich auftraten. In Leipzig beteiligten sich rund 25.000, in Dresden rund 14.000 Menschen an den Klimademos. mit lasc, em, dha, dpa

Getrennte Aktionen, gemeinsame Ziele

Rund um den Globus fordern Demonstranten am "Klimafreitag" eine Wende in der Klimapolitik.

Manchester/Großbritannien. So wie die Schüler der Terra Nova Secondary School (Foto) haben mehrere hundert Schüler in Manchester den Unterricht geschwänzt, um sich am Klimaprotest zu beteiligen. Großbritannien will ab 2025 vollständig ohne Kohlekraftwerke auskommen.

Brünn/Tschechien. Mehrere hundert Teilnehmer sind zur bisher größten Umweltdemonstration in der zweitgrößten tschechischen Stadt Brünn (Brno) gekommen. Landesweit waren am Freitag Proteste in 21 Städten Tschechiens angekündigt, darunter auch im Stadtzentrum von Prag.

Melbourne/Australien. Teilnehmer einer Demonstration in Melbourne hielten sich Masken der Umweltaktivistin Greta Thunberg vor das Gesicht. (Foto). In Australien, wo der weltweite Aktionstag am Freitag begonnen hatte, demonstrierten rund 300.000 Menschen in mehr als 100 Städten.

Bangkok/Thailand. In Bangkok haben sich Demonstranten vor dem Sitz des Umweltministeriums tot gestellt (Foto). Sie fordern von der Regierung, dass fünfzig Prozent des Energiebedarfs bis 2025 aus erneuerbaren Quellen gewonnen und die Kohleverstromung eingestellt wird.

Leipzig/Deutschland. So wie in Leipzig (Foto) kam es in vielen deutschen Großstädten zu Klimademonstrationen mit mehreren tausend Teilnehmern. Mehrere zehntausend Teilnehmer wurden unter anderem aus Berlin, München, Hannover, Hamburg, Münster und Freiburg/Br. gemeldet.

Athen/Griechenland. Mehrere Hundert Schüler und Jugendliche versammelten sich in Athen am Platz vor dem Parlament. "Das Klima ändert sich. Warum ändern wir uns nicht?" war auf einem Plakat zu lesen, und: "Wir verpassen unseren Unterricht, um Euch eine Lektion zu erteilen".

Bewertung des Artikels: Ø 4.5 Sterne bei 6 Bewertungen
16Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    1
    Lesemuffel
    24.09.2019

    @tbauh...., ja, so ähnlich. Gut wäre auch, wenn die Freitags statt Schule zu schwänzen jeder einen Baum pflanzt. Wäre besser für's Klima.

  • 2
    3
    Interessierte
    24.09.2019

    Die denken sicherlich , die müssen der Jugend noch etwas hinterlassen , zumindest ein Mitgefühlt ...

  • 6
    2
    tbaukhage
    23.09.2019

    @Lesemuffel: Du meinst sowas hier? https://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Schueler-sammeln-Muell-aus-Parkanlagen

  • 4
    6
    Lesemuffel
    23.09.2019

    Macron sagte auf dem Weg zum Klimagipfel:"Es ist sympathisch, jeden Freitag auf die Strasse zu gehen und kundzutun, dass der Planet brennt. Aber das ist nicht das Problem. Wenn die jungen Leute der Bewegung Friday for Future etwas Sinnvolles in Frankreich tun wollten, sollten sie besser Müll von Stränden und aus Flüssen aufsammeln." (aus T-Online Nachrichten 23.9.19)
    Ob junge Leute der FF-Bewegung in Deutschland auch sinnvolle Aufgaben zu lösen hätten?

  • 4
    1
    Nixnuzz
    23.09.2019

    @BlackSheep: "An dem wachsen bereits jetzt viele Flechten, die bekanntermassen saubere Luft zum wachsen brauchen."?..Vielleicht mal dieser Gedanke: Wieviel Schwefelverbindungen und anderes wie Feinstäube mit was der Henker noch allem dran sind durch die Luftreinhaltungs-Gesetze aus der Luft "verschwunden" bzw. auf ein ökologisch vertretbares Maß herabgesetzt worden? Wieviel hat die Bodenbiologie nicht nur adhesiv gebunden sondern auch chemisch verarbeitet? Wie sieht z.B. heute der Waldbestand am Kammweg des Riesengebirges wieder aus? Vor ca. 40 Jahren war das eine "Ausstellung natürlicher Holzfiguren mit Naturbleiche"! Unsere tschech. Nachbarn haben doch auch etliches an Geld investiert und an ihren Kraftwerken rumgebastelt, nach dem es auch in der Bevölkerung nicht spurlos blieb, was da über die Kamine abging? Was haben der Austausch von Heizkohle zuhause durch die jetzt in Frage geratenen Gas- und Ölheizung dazu beigetragen? Wann trat das Entschwefelungsgesetz für die Brennstoffe/ Kfz-Diesel in Kraft? Wie oft mussten Müllverbrennungs-Öfen "runderneuert" werden, weil noch immer kritische Stoffe in Mengen austraten? Was wurde an Filtertechnik, Hochtemperaturöfen mit anschliessender Abgaswäsche neu ein-/aufgebaut? Und der herausgefilterte Gips geht z.B. in den Baustoffhandel - bis geg. zu Ihnen ins neurenovierte Wohnzimmer...Hoffe, das jetzt in ihrem Haus auch keine Pilze oder auch Flechten im Versteck dann wachsen...

  • 2
    3
    Blackadder
    23.09.2019

    @Einspruch "Blackadder kann eben auch nichts für seine Hybris."

    Seine?

  • 3
    3
    tbaukhage
    23.09.2019

    @BlackSheep: Vielleicht, weil die stete Erwärmung unseres Klimas dem Apfelbäumchen gut tut?
    Die Jahre von 2015 bis 2019 dürften nach vorläufigen Berechnungen der Weltwetterorganisation (WMO) die heißeste Fünfjahresperiode seit Beginn der Messungen vor rund 150 Jahren gewesen sein...

  • 7
    8
    BlackSheep
    22.09.2019

    @cn3boj00, dann hätte ich mal ne Frage, ich habe vor 4 Jahren in meinem Garten einen Apfelbaum gepflanzt. An dem wachsen bereits jetzt viele Flechten, die bekanntermassen saubere Luft zum wachsen brauchen. Wieso passiert das wenn unsere Umwelt in so schlechtem Zustand ist?

  • 7
    7
    Einspruch
    22.09.2019

    Blackadder kann eben auch nichts für seine Hybris.

  • 6
    6
    cn3boj00
    22.09.2019

    @lesemuffel, ich bin gespannt auf ihre Alternativen. Gern könnte man darüber diskutieren. Bisher kenne ich als "Alernativen" nur Cartoons in denen das Thema madig gemacht wird. Klären Sie uns bitte auf!
    @Sterntaler, ich nehme a n Sie haben meinen Beitrag gelesen deshalb sollten Sie erkannt haben dass ich das ideologiefrei sehe. Ich urteile nach Beobachtungen, die ich selber mache (bin zufällig auch Naturwissenschaftler), die in wissenschaftlichen Abhandlungen diskutiert werden oder die in verschiedenen Dokumentationen wie die zitierte durchaus nachvollziehbar dargestellt werden.
    Ob Sie sich diffamiert fühlen hängt ganz von Ihnen ab, ich kann nicht beurteilen ob Sie zu denen gehören die sich über das Thema lustig machen. Sie brauchen auch nicht mit Fachbegriffen um sich zu werfen und anderen Ahnungslosigkeit zu unterstellen. Das ist keine Diskussionsgrundlage. Das Klima ist natürlich nicht absolut sicher vorhersehbar. Die Vorhersagen sind nur so gut wie die Modelle. Aber die sprechen eine ziemlich eindeutige Sprache. ich wäre ber fachlich durchaus interessiert, wenn Sie eine Modell benennen können, dass eine gegenteilige Entwicklung vorhersagt.

  • 14
    10
    Sterntaler
    21.09.2019

    @blackadder: Wie erwartet, hier ist die andere Seite, nämlich die Seite der Vernunft jenseits der Ideologie.
    @cn3boj00: Von mir aus kann jeder für seine Auffassung so oft und so lange demonstrieren wie er will. Wenn man Leute mit einer anderen Meinung aber als "Leugner" diffamiert ist man halt schnell fertig und muss sich mit dem Thema nicht tiefgründig auseinandersetzen. Das ist ja so schön einfach. Der Begriff "Klimaleugner" spricht für meinungsstarke Ahnungslosigkeit. Niemand der bei Verstand ist leugnet den stetigen Wandel des allzeit dynamischen, nichtlinear-chaotischen Systems Klima als statistischen Mittelwert aus 30-jährigen Beobachtungsperioden. Wenn man sich mal mühevoll mit den tatsächlichen Fakten vertraut macht, wird klar dass ein Einfluss des anthropogen emittierten CO2 auf die Klimadynamik keinesfalls signifikant erwiesen und die künftige Entwicklung des Klimas nicht vorhersehbar ist. Es kann einen Einfluss des CO2 geben, ob dem so ist und wenn ja in welchem Maß ist nicht belegt. Mit der 97%-aller Wissenschaftler-These braucht niemand anfangen, man muss sich nur ansehen wie diese Zahl entstanden ist.

  • 12
    6
    Lesemuffel
    21.09.2019

    Aus Prinzip, auch beim Klimawandel bleiben die Alternativen ausgegrenzt. Also ist der Kampf gegen den menschengemachten Klimawandel gleichzeitig ein Kampf gegen die Alternativen. Bleiben die dann wenigstens auch von den geplanten Belastungen der CO2 - Abgabe/Steuer/Bepreisung ausgegrenzt?

  • 9
    12
    Blackadder
    21.09.2019

    So viele vernünftige Kommentare zu diesem Thema bin ich hier im Forum gar nicht gewöhnt. Danke dafür. Die andere Seite kommt aber sicher noch vorbei...

  • 13
    3
    Nixnuzz
    21.09.2019

    @cn3boj00: Donnerwetter - das sich jemand noch an Molina und Rowland mit FCKW erinnert! Ich meine es hat 25 Jahre nach den weltweiten Verboten noch gedauert, bis das davon betroffene Ozon sich wieder auf die üblichen Schwankungen zurückentwickelt hat. Dank der Verbote der Produktion und Verwendung der FCKW's. Es macht zumindest deutlich, das wir es in der Hand haben, an der Physik der Erde herumzuschrauben. Mal ein Nebengedanke: Wir verändern oder lassen ändern: die Gewichtsbelastung ganzer Erdteile. Eis weg aber mehr Wasser durch Anstieg der Ozeane. Was passiert mit den Subduktionszonen/ Scheuer- und Bruchkanten? Zusätzlich wird in manchen Regionen Tiefensüsswasser abgepumpt mit Folge des Absinkens der darüber stehenden Erdschichten - oft voll belebt.? Jakarta kriegt 2 cm mehr Meerwasser aber 20cm weniger Landhöhe. Ob dieser Planet die zukünftigen 8 Milliarden Menschen mit all ihren Grund- und Wohlstandsbedürfnissen mit regionalen Scheuklappen aushält??

  • 8
    5
    DTRFC2005
    21.09.2019

    @cn3boj00:Dafür x viele Grüne, sicherlich gedanklich nicht nur von mir.

  • 14
    10
    cn3boj00
    20.09.2019

    Ich schätze, 30% der Teilnehmer war dem Schulalter entwachsen. Nicht nur parents for future, auch einfach Leute mit kleinen Schildern wie "Omas for future" oder "besorgte Bürger" machten mit, oder ältere Männer ohne Plakat, aber mit ernster Miene. Ein gutes Zeichen? Immerhin deutlich mehr Teilnehmer als erwartet. Trotzdem bleibt ein Beigeschmack. Dass Klimaleugner ausgeschlossen werden ist schon in Ordnung, aber für mein Gefühl ist die Bewegung doch schon zu sehr ideologisch vereinnahmt, und das ist ihr Problem, welches wohl mehr Zulauf verhindert.
    Noch zu verkraften ist die Parole vom Antikapitalismus, wenn man bedenkt, dass letztlich die unendliche Wachstumsspirale verantwortlich für die Zerstörung des Ökosystems Erde ist. Wenn dann aber Redner zu antifaschistischen Veranstaltungen einladen ist m.E. die Grenze überschritten. Denn es hat sich ja herumgesprochen, dass Antifa nicht nur eine bloße Kritik des Nationalsozismus ist. Die Veranstalter sollten das unterbinden, wenn sie glaubwürdig bleiben wollen.
    Schließlich geht es Greta nur um eine "Kleinigkeit": Die Politik soll endlich zuhören, was die Wissenschaft zu sagen hat, und sollen mit den Wissenschaftlern Lösungen erdenken und Maßnahmen initiieren, und zwar wirklich messbare Maßnahmen statt nur Blablabla. Nicht mehr und nicht weniger. Und diese Forderung ist eigentlich ideologieübergreifend, es gehört nur Vernunft dazu.
    Doch die scheint leider bei weitem nicht so selbstverständlich zu sein wie ereartet, und auch hier fällt auf, dass der Osten da deutliche Defizite hat. Man merkt es überall, man wir ausgelacht, es wird gelästert, man wird sogar beschimpft. Das allgegenwärtige Grünenbashing wirkt sich auch auf die Klimadiskussion aus, Grüne kann man ja nicht ernst nehmen. Und Wissenschaftler, die zu besorgniserregenden Ergebnissen kommen sind dann auch nicht akzeptiert, und mögen es 99% sein.
    Das größte Problem ist wohl das Prinzip der zeitlichen Entkopplung von Ursache und Wirkung in Ökosystemen. Was wir heute etwa an den Gletschern sehen, ist die Folge des letzten Drittel des letzen Jahrhunderts. Das, was wir heut tun (oder nicht), werden im vollen Umfang erst unsere Kinder oder Enkel spüren. Übrigens besteht das gleiche Problem auch bei unserer Agrarpolitik.
    Ich weiß inzwischen, dass es zwecklos ist, mit Leugnern des Klimawandels zu diskutieren. Die verbreiten lieber Cartoons, wo der Klimawandel lächerlich gemacht wird, statt sich mit Fakten zu beschäftigen. Anderen, die noch unentschlossen sind, empfehle ich, ab und an eine Wissenschafts -Doku anzuschauen. Ein gutes Beispiel ist das hier: https://www.arte.tv/de/videos/078142-000-A/wenn-das-eis-bricht/
    Und wer glaubt, Dokumentationen auf den öffentlich-rechtlichen seien Teufelswerk, kann sich auch auf Servus-TV umschauen.
    Und man möge sich die Geschichte der Forschung von Molina und Rowland zu FCKW anschauen, welche die Ozonschichtzerstörung vorhersah, Beide wurden geächtet. Doch als das Ozonloch da war, wurde aus dem Umweltignorant Präsident Reagan einer, der uns vor schlimmeren bewahrt hat. Die Botschaft: man kann etwas tun. Man muss es wollen.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...