Inflation in Sachsen schwächt sich weiter ab

Kamenz (dpa/sn) - Die Jahresteuerung in Sachsen hat sich im Mai weiter abgeschwächt. Die Inflationsrate liegt voraussichtlich bei 0,9 Prozent, gab das Statistische Landesamt in Kamenz am Donnerstag bekannt. Endgültig soll die Zahl am 4. Juni feststehen. Die Europäische Zentralbank sieht ein stabiles Preisniveau bei Werten knapp unter zwei Prozent.

Die Entwicklung sei neben der Corona-Pandemie hauptsächlich durch den seit Jahresbeginn anhaltenden Verfall des Ölpreises auf dem Weltmarkt bedingt, teilte die Behörde mit. So sanken die Preise für Heizöl im Jahresvergleich um 26,4 Prozent und für Kraftstoffe um 17,8 Prozent. Auch das Befüllen eines Tanks mit Flüssiggas (-20,3 Prozent) war deutlich günstiger als noch vor zwölf Monaten.

Die Preise für Nahrungsmittel stiegen dagegen innerhalb der Jahresfrist um 5,1 Prozent. Beträchtliche Preiserhöhungen gab es bei frischem Obst (14,4), Fleisch- und Wurstwaren (12,9) sowie Milch (7,6). Speisefette und -öle waren günstiger als im Mai 2019 (-6,9 Prozent), Butter sogar 11 Prozent billiger.

Im Vergleich zum April dieses Jahres stiegen die Preise im Mai aller Voraussicht nach um 0,1 Prozent. «Weitere Lockerungen des öffentlichen Lebens in der anhaltenden Corona-Pandemie freuten am Ende viele Verbraucher, sorgten aber infolge der Umsetzung von Hygieneauflagen teilweise für erste Preiserhöhungen im Friseur- und Kosmetikhandwerk (2,8) sowie im Gastgewerbe (0,5)», hieß es.

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