Kanu-Olympiasieger Liebscher will Olympia-Medaille

Dresden (dpa) - Kanu-Olympiasieger Tom Liebscher will trotz fünf gebrochener Querfortsätze der Brustwirbelsäule in Tokio wieder olympisches Gold gewinnen. Das sagte der Dresdner Rennkanute am Donnerstag bei einer Online-Pressekonferenz. Die Verletzung, die der Öffentlichkeit bislang unbekannt war, hatte sich der Kajak-Fahrer bereits im Oktober bei einer Rafting-Tour im Trainingslager in Oberstdorf zugezogen. Der 27-Jährige war aus dem Boot und mit dem Rücken auf einen Felsen gestürzt.

«Diese Querfortsätze sind dazu da, die Muskulatur zu halten, die das Hüftbeugen und das Rumpf-Aufrichten ermöglicht. Das ist relativ schmerzhaft, da man es natürlich ständig bewegen muss und die Muskulatur doch relativ kräftig ist», sagte Professor Alexander Carl Disch, Sektionsleiter Wirbelsäule am Universitätsklinikum Dresden. Bei Liebscher waren sowohl der erste bis vierte als auch den zwölfte Querfortsatz gebrochen.

Mittlerweile ist der Athlet wieder auf Kurs Olympia. Schon an den Weihnachtstagen war er das erste Mal zurück auf dem Wasser und ist erst diese Woche aus einem dreiwöchigen Trainingslager in der Türkei zurückgekehrt. «Ich habe mir immer kleine Ziele gesetzt. Zuerst die Socken wieder anziehen, dann alleine Staubsaugen. Aber als ich zurück auf dem Wasser war, war mein Ziel klar: Ich will wieder Olympia-Gold holen», sagte Liebscher.

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