Kein grenznäherer Fall der Afrikanischen Schweinepest

Berlin (dpa) - Die Behörden halten die Entwicklung der Afrikanischen Schweinepest in Polen weiter unter Beobachtung. Nach einem Fall der Tierseuche bei einem toten Wildschwein zwölf Kilometer vor der Grenze am 21. Januar wurde vorerst kein Kadaverfund gemeldet, der näher an Deutschland lag. Das teilte das Bundesagrarministerium auf Anfrage am Dienstag mit. Deutschland stehe mit den polnischen Behörden weiter in sehr engem Kontakt, um mit abgestimmten Maßnahmen einen weitgehenden Schutz vor einer Einschleppung nach Deutschland zu erreichen.

Für Menschen ist die Tierseuche ungefährlich. Allerdings dürfte der erste Nachweis bei einem Wild- oder Hausschwein wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen. Deutschland würde den Status als «seuchenfrei» verlieren, es drohten Exportstopps für Schweinefleisch etwa nach Asien. Brandenburg hat wegen der grenznahen Fälle einen 120 Kilometer langen Schutzzaun errichtet. In Sachsen soll ein solcher Zaun bis Ende der Woche vollendet sein.


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