Knapp 300 Beschäftigte im Kfz-Handwerk im Warnstreik

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Leipzig/Dresden (dpa/sn) - Vor der dritten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im Kfz-Handwerk hat die IG Metall in Sachsen den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Am Dienstag beteiligten sich knapp 300 Beschäftigte an etwa einstündigen Warnstreiks mit Menschenketten in Dresden und Leipzig, wie Gewerkschaftsvertreter mitteilten. «Die Arbeitsniederlegungen sind eine Warnung an die Arbeitgeber. Eine zweite Welle wird heftiger ausfallen», betonte Steffen Reißig von der IG Metall Leipzig.

Der Protest richte sich gegen das bislang fehlende Einkommensangebot der Arbeitgeber und solle Bewegung in die dritte Tarifverhandlung am 9. Juni in Berlin bringen. Die Gewerkschaft fordert vier Prozent mehr Entgelt und eine überproportionale Anhebung der Ausbildungsvergütungen.

Die Arbeitgeber begründen die Nullrunde mit der derzeitigen wirtschaftlichen Lage der Branche. Das Kfz-Gewerbe sei nicht über den Berg, sondern stehe aufgrund der Pandemiefolgen teilweise am Abgrund, hieß es von Seiten der Arbeitgebervertreter.

Von einem Neuabschluss der Tarifverträge könnten in Berlin, Brandenburg und Sachsen rund 37 000 Beschäftigte in 3400 Betrieben profitieren, da sich viele Kfz-Betriebe an den Tarifergebnissen der Branche orientieren.

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