Kretschmer verteidigt Verbrennermotoren

München (dpa) - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer verteidigt Benzin- und Dieselmotoren in Autos. Ein Verbot von Verbrennungsmotoren hielte er «für falsch. Das ist eine wirtschaftspolitische Haltung, die ich nicht verstehen kann», sagte der CDU-Politiker dem ADAC-Internetportal adac.de.

Verbrenner hätten noch viel Potenzial, sowohl mit fossilen als auch mit synthetischen Kraftstoffen. «Da sind wir in Deutschland mit all seinen großen Automarken und Zulieferern führend, und ich weiß nicht, warum man das diskriminieren sollte.» In Deutschland gebe es aber «eine zu starke Verengung auf das Thema Elektromobilität». Das sei nicht sachgerecht.

Die EU-Klimaziele seien bereits ehrgeizig. «Dabei sollte es aber auch bleiben. Eine weitere Verschärfung bringt eine große Unsicherheit in den Markt», warnte Kretschmer. Das wäre schlecht für die Autoindustrie und verunsichere die Verbraucher.

88 Kommentare
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  • 2
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    Haju
    01.10.2020

    Also bitte! Hat nicht ein E-Auto sogar mal die Ralley Dakar (in Südamerika) geschafft (nicht geonnen)?! Na gut, mit Diesel-LKW im Troß. Jetzt also weltmänn*Isch E-Autos für Afrika usw. einfordern!

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    klapa
    01.10.2020

    Na, censor, sie wissen, dass ich sehr mit Ihren Beiträgen sympathisiere.

    Aber mit Spekulationen - Geheiß aus Berlin - habe ich meine Schwierigkeiten. Gut möglich, immer, aber nicht beweisbar, also kein Fakt.

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    mops0106
    01.10.2020

    @Franziskamarcus: Bis jetzt sehe ich ihn auch als Angler, wie es Herr Palmer für die Grünen ist.

  • 10
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    censor
    01.10.2020

    klapa - und auch das tat er offenbar mehr oder weniger auf Berliner Geheiß. Ich habe verschiedene Gespräche an Wahlkampf-Ständen gehabt, die CDUler an der Basis wollten alle keine Grünen in der Regierung.

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    Franziskamarcus
    01.10.2020

    P.S.: Und solange er in dieser Partei Surft ist seine Linie nur Schall und Rauch. Und somit unwählbar.

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    Franziskamarcus
    01.10.2020

    Viel richtig? Naja. Viel richtiges Angekündigt und doch umgefallen. Siehe GEZ-Gebühren und mit den Migranten war auch was. E bissl symphatisch,auch in seiner Art isser mir, aber vom Gefühl her ist er nur ein Angler,der an der rechten Seite Fischen soll. Einen Beweis einer anderen,nach vorn gerichteten Politik ausser der unsäglichen Linie aus Berlin ist er noch schuldig. Deshalb: Vorsicht.

  • 19
    7
    klapa
    01.10.2020

    Der sächsiche MP hat während seiner Amtszeit bisher das meiste richtig gemacht - bis auf die Einbeziehung der Grünen.

  • 17
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    censor
    01.10.2020

    Na, unser MP begibt sich aber ganz schön in Opposition zur politischen Leitlinie.

    Erst verweigert er der Kanzlerin die Gefolgschaft beim Anziehen der Corona-Zügel, und jetzt verteidigt er auch noch die Verbrenner.

    Gut so, Hauptsache er fällt nicht um, wenn aus Berlin eine steife Nordbrise auffrischt.