Landtag spricht sich für eine Sächsische Wolfsverordnung aus

Dresden (dpa/sn) - Sachsen will das Management der Wölfe in seinen Wäldern neu regeln. Am Mittwoch votierte der Landtag für einen Antrag von CDU und SPD, der unter anderem eine Wolfsverordnung für den Freistaat vorsieht. Sie soll die Konflikte zwischen Artenschutz und den Belangen der Nutztierhalter entschärfen. Der Abschluss problematischer Wölfe soll nach dem Willen der Koalitionsfraktionen vereinfacht werden. Es geht ihnen um straffere Verfahren, die Vermeidung von Doppelzuständigkeiten und einheitliche Regelungen zu Hybriden, verletzten Wölfen und Tieren, die Weidezäune überwinden beziehungsweise für Menschen gefährlich werden können.

Grüne und Linke warnten vor Angstmacherei. «Es gibt keine Gefährdung des Menschen durch den Wolf», sagte Grünen- Fraktionschef Wolfram Günther. Kathrin Kagelmann (Linke) hielt Schwarz-Rot vor, politische Aktivitäten vordergründig «auf Maßnahmen für weniger Wolf und nicht für mehr Konfliktmanagement» zu konzentrieren. «Letztlich will man endlich schießen dürfen - regelmäßig und ohne große Diskussionen. Eigentlich sollte es doch zuerst um mehr Weidehaltung gehen», sagte er. Der CDU-Abgeordnete Georg-Ludwig von Breitenbuch brachte die Haltung seiner Partei zur Wahrung menschlicher Interessen so auf den Punkt: «Wir sind für Rotkäppchen

Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) sprach sich erneut für ein bundesweit abgestimmtes Handeln aus. Eine Bundesratsinitiative hat Sachsen mit Niedersachsen und Brandenburg auf den Weg gebracht. In Sachsen gibt es 20 Wolfsrudel und damit die meisten in Deutschland.

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