Linke-Politikerin Kipping: «Knabberergebnis» schmerzt

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Dresden (dpa/sn) - Die frühere Bundesvorsitzende der Linken, Katja Kipping, hat sich angesichts der Zitterpartie ihrer Partei bei der Bundestagswahl enttäuscht gezeigt. Die Linken müssen bei einer Prognose von 5 Prozent um den Einzug ins Parlament bangen. «Gerade in diesen Zeiten bräuchte es eine starke Linke als Sozialgarantie. Insofern schmerzt mich dieses Bibbern, dieses Knabberergebnis», sagte die 43-Jährige am Sonntag im MDR-«Sachsenspiegel». Damit stelle sich auch die Frage, was die Linken in Zukunft anders machen müssten.

Nach 16 Jahren Bundeskanzlerin Angela Merkel sei es bei vielen Menschen um die Frage gegangen, wer nun das Land regiere, betonte Kipping. Die Linken müssten künftig klar ausstrahlen, dass sie zur Übernahme von Regierungsverantwortung bereit seien. Der Wahlkampf der Linken sei zudem überlagert worden durch Diskussionen über die Haltung der Partei zum Evakuierungsmandat der Bundeswehr für Afghanistan: «In aller Klarheit: Unser Vorgehen bei diesem Evakuierungsmandat war ein Fehler.» Die meisten Linken hatten sich bei der Abstimmung im Bundestag am 25. August enthalten.

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