«Oldschool Society»-Prozess: Freiheitsstrafen gefordert

Dresden (dpa/sn) - Im Terror-Prozess gegen die rechtsextreme Gruppierung «Oldschool Society» am Oberlandesgericht Dresden hat die Bundesanwaltschaft Freiheitsstrafen für beide Angeklagten gefordert. Ein Vertreter plädierte am Dienstag auf zwei Jahre und acht Monate für einen 43-Jährigen aus Sachsen sowie zwei Jahre und vier Monate für einen 31-Jährigen aus Mecklenburg-Vorpommern. Sie sollten wegen Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sowie vorsätzlichen Besitzes verbotener Waffen verurteilt werden.

Die Verteidiger sehen den ersten Tatbestand als nicht erfüllt an und beantragten die Verurteilung zu einer Geldstrafe - wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Der Staatsschutzsenat will das Urteil am 10. Oktober verkünden.

Der Prozess hatte Mitte Januar begonnen, war ursprünglich bis Ende März terminiert und dann verlängert worden. Die Angeklagten sollen als Mitglieder der «Oldschool Society» spätestens ab Januar 2015 Brand- und Nagelbombenanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte erwogen haben. Dann flog die Gruppe auf. Vier andere Beschuldigte waren im Frühjahr 2017 in München zu Haftstrafen zwischen drei und fünf Jahren verurteilt worden, ein 39 Jahre altes Gründungsmitglied im Juli in Dresden zu einem Jahr und fünf Monaten auf Bewährung.

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