Ostritzer Friedensfest im Dauerregen

Ostritz (dpa/sn) - Die ostsächsische Stadt Ostritz hat am Samstag ihr Friedensfest gefeiert, wenn auch unter widrigen Wetterbedingungen. «Es regnet. Aber die Veranstalter trotzen dem Wetter» sagte ein Sprecher. Das habe auch Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer so gehalten, der am Nachmittag an einer Podiumsdiskussion teilnahm. Er sei hart im Nehmen, und das Wetter mache ihm nichts aus, zitierte der Sprecher den CDU-Politiker.

Mit dem Friedensfest wollen die Ostritzer ein Zeichen für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz setzen. Das Fest ist eine Gegenveranstaltung zum Rechtsrock-Festival «Schwert und Schild», das schon mehrfach in der kleinen Stadt im Dreiländereck zu Polen und Tschechien veranstaltet wurde. In diesem Jahr wurde es wegen der Corona-Auflagen abgesagt. Die Stadt Ostritz und das Internationale ‎Begegnungszentrum St. Marienthal (IBZ) entschieden, das 7. Friedensfest dennoch zu veranstalten.

Auch für das Friedensfest galten Hygieneauflagen. Die Besucher hätten sich an die Abstandsregeln gehalten, die Stimmung auf dem Markt und in den Straßen sei gut gewesen, hieß es. Als Höhepunkt stand am Samstag ein Konzert an, unter anderem mit der Sängerin Dota Kehr und der Band Keimzeit.

33 Kommentare
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  • 5
    2
    paral
    27.09.2020

    Trotzig machen sie ihre Gegenveranstaltung, der Gegner ist nur nicht da. Wenns schon nichts genützt hat, umsonst war es nicht, es geht schließlich gegen Rechts-

  • 9
    16
    censor
    26.09.2020

    Volle Zustimmung, Lesemuffel.
    An vielen Orten in Deutschland (ua europ. Städten) wurde gestern und heute (und wird morgen) bei zT strömenden Regen unter Schirmen und Plastikhauben demonstriert - für Freiheit und gegen die Coronamaßnahmen, die unsere Gesellschaft und viele Existenzen immer mehr zerstören.

    Wer sich bei diesem Sauwetter stundenlang auf oder vor eine Bühne stellt, dem ist das Anliegen wirklich wichtig.

    Ostritz dagegen ist doch nur eine politische Symbolveranstaltung ohne tatsächlichen Effekt (ich denke, den Neonazis ist das ziemlich egal) -

    ....aber morgen hat man dann wenigstens einen "Schnupfen gegen rechts."

  • 10
    15
    Lesemuffel
    26.09.2020

    Wenigstens hatte der Wettergott ein Einsehen. Die Menschen im Land haben ernstere Probleme als diesen Auflauf gegen eine sinnvollerweise wegen Corona nicht durchgeführte Veranstaltung sogenannter Rechtsextremer in einer kleinen Grenzstadt zu demonstrieren.