Politiker testen Wahl-O-Mat: seit Montag freigeschaltet

Die Sachsen haben am 1. September die Qual der Wahl. Den Wählern, die sich noch nicht festgelegt haben, soll der Wahl-O-Mat helfen. Beim Test landen fast alle Parteienvertreter bei ihrer eigenen Partei. Nur eine Liberale liebäugelt mit einer anderen Partei.

Dresden (dpa/sn) - Unschlüssige Wähler können sich seit Montag in Sachsen mit dem Wahl-O-Mat online über die Positionen der Parteien zu ausgewählten Themen informieren. Pamela Brandt von der Bundeszentrale für politische Bildung sprach bei der Präsentation von einem «Appetitanreger». Er solle einen ersten Geschmack auf die Landtagswahl, die Themen und Wahlprogramme der Parteien geben. Die Nutzer hätten auch Gelegenheit, ihre eigene Meinung zu 38 Thesen zu hinterfragen. In Sachsen wird am 1. September gewählt, 19 Parteien treten an.

Am Montag testeten Vertreter der großen Parteien den Wahl-O-Mat. Bis auf eine Ausnahme landeten sie am Ende auch bei ihrer Partei. CDU-Generalsekretär Alexander Dierks kam auf eine Zustimmung von 98,7 Prozent mit den Positionen der Union, bei Linke-Spitzenkandidat Rico Gebhardt waren es 97,4. AfD-Parteichef Jörg Urban hatte sich nach eigenem Bekunden einmal verdrückt und landete so bei 98 Prozent. Katja Meier, Spitzenkandidatin der Grünen, schloss den Test mit einer hundertprozentigen Übereinstimmung ab. Bei Henning Homann, Generalsekretär der SPD, waren es lediglich 85,7 Prozent. FDP- Politikerin Kristin Franke stimmte am meisten mit der CDU überein.

Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung ist seit 2002 im Einsatz, um vor allem junge Menschen zu informieren und zu mobilisieren. Die Nutzer können herausfinden, welche der zur Wahl zugelassenen Parteien ihren Positionen am nächsten stehen. In Sachsen gibt es dieses Angebot zu einer Landtagswahl das dritte Mal. 2014 wurde er mehr als 282 000 Mal genutzt. Partner sind dabei die Landeszentrale für politische Bildung und diverse Medien. «Der Wahl-O-Mat hat sich inzwischen zu einer festen Größe für politische Information im Vorfeld von Wahlen etabliert», erklärte Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung.

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