Proben für den Ernstfall: Grimma testet Hochwasserschutz

Grimma (dpa/sn) - Grimma probt heute den Hochwasser-Ernstfall. Rund 100 Helfer der Feuer- und Wasserwehren wollen üben, so schnell wie möglich die insgesamt 78 Öffnungen in der neuen Hochwasserschutzanlage zu verschließen, damit die Anlage dicht ist. Die Spannweite reicht vom Bewegen 20 Tonnen schwerer Toren bis zum Einsetzen kleiner Verschlusselemente. Erstmals ist auch die Pergola zwischen Klosterkirche und Gymnasium St. Augustin im Test. Insgesamt ist die Anlage, die Grimma vor einem neuerlichen Jahrhunderthochwasser schützen soll, gut zwei Kilometer lang. Grimma war 2002 und 2013 schwer vom Hochwasser der Mulde verwüstet worden.

Freistaat, Bund und EU investieren zusammen rund 57 Millionen Euro in den Hochwasserschutz in Grimma. Ziel sei es, Hochwasserschutz, Denkmalschutz und Stadtentwicklung geschickt miteinander zu verbinden, so ein Stadtsprecher. Dafür wurden historische Gebäude wie Klosterkirche in die Schutzanlage eingebunden, die historische Stadtmauer steht nun in zweiter Reihe hinter der Flutschutzwand.

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