Sachsen will Pflege verbessern: 60 Millionen Euro pro Jahr

Dresden (dpa/sn) - Sachsen will mit einem Maßnahmenpaket die Situation für Pflegebedürftige und ihre Pfleger verbessern. «Unser Ziel ist eine bezahlbare Pflege mit hoher Qualität», erklärte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) am Montag in Dresden. Pro Jahr seien dafür 60 Millionen Euro vorgesehen. Man müsse das Personal unterstützen, Angehörigen zur Seite stehen und sich stärker an der Finanzierung der Pflege beteiligen, damit höhere Kosten nicht einseitig bei den Versicherten abgeladen werden.

So will Sachsen die Anteile an der Pflege, die der Bedürftige selbst zu tragen hat, stärker unterstützen. Die Stellung von Pflegekräften soll deutlich gestärkt werden. Lehrlinge und bereits ausgebildete Mitarbeiter in der ambulanten Pflege könnten etwa mit finanzieller Hilfe rechnen, wenn sie den Führerschein machen. Für Kommunen will man die rechtlichen Voraussetzungen schaffen, um Pflegediensten bessere Parkmöglichkeiten zu bieten. Ferner will sich das Land beim Bund für einen einheitlichen Tarifvertrag aller Pflegekräfte einsetzen.

Man habe für das Paket zahlreiche Forderungen aus Veranstaltungen und dem Enquete-Bericht zur Pflege aufgenommen, sagte Klepsch. Die Zahl Pflegebedürftiger in Sachsen stieg in den vergangenen Jahren stark und lag 2017 bei rund 204 000. Zu diesem Zeitpunkt gab es 68 085 Pflegekräfte bei 1121 Pflegediensten und in 970 Pflegeheimen - die große Mehrzahl davon sind Frauen.

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