Sachsens Handwerk: Zeitnahe Lösung für Weihnachtsmärkte

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Chemnitz/Dresden (dpa/sn) - Sachsens Handwerker haben von der Landesregierung eine zeitnahe Regelung für Weihnachtsmärkte gefordert. Gerade im Kunsthandwerk werde ein Großteil des Jahresumsatzes in der Weihnachtszeit und auf den Märkten erzielt, erklärte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der sächsischen Handwerkskammern, Frank Wagner, am Freitag. Nach dem Ausfall im vergangenen Jahr bräuchten die Betriebe die Weihnachtsmärkte mehr denn je. «Umso größer sind die Unsicherheiten, ob und vor allem wie Weihnachtsmärkte in Sachsen 2021 stattfinden», so Wagner.

Der Präsident der Handwerkskammer Chemnitz verwies darauf, dass Wirtschaft und Kommunen für ihre Planungen entsprechend zeitlichen Vorlauf benötigen und nicht bis Ende Oktober oder November warten könnten. Solange die Regierung ihren vierwöchigen Rhythmus für die Corona-Schutzverordnungen beibehalte, sei aber diese «viel zu knappe und für alle Beteiligten kaum umsetzbare Zeitschiene zu befürchten», kritisierte Wagner.

Sachsens Kultur- und Tourismusministerium verwies darauf, dass es bereits Corona-Regeln für Großveranstaltungen gebe. Zudem sei man derzeit mit den Akteuren - also Kommunen und privaten Veranstaltern - im Gespräch. So muss bei Open-Air-Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen ein genehmigtes Hygienekonzept vorliegen. Die sogenannte 3G-Regel sowie die Erfassung von Kontakten ist demnach auf Weihnachtsmärkten aufgrund der «fließenden Besucherströme» nicht notwendig - allerdings nur wenn der Markt aufgeteilt ist in Flanier- und Verweilbereiche. In letzteren dürfen sich nicht mehr als 1000 Besucher aufhalten - dabei zählen auch Geimpfte und Genesene mit.